Haus der Wannsee-Konferenz
Gedenk- und Bildungsstätte
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Justiz und Verwaltung im Dritten Reich |
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Liebe Referendarinnen, Liebe Referendare,
wir freuen uns, Sie zu der Veranstaltung "Justiz und Verwaltung im Dritten Reich" im Haus der Wannsee-Konferenz begrüßen zu dürfen und möchten Ihnen kurz vorstellen, wie wir Ihren Studientag gestalten möchten.
Am 20. Januar 1942 trafen führende Vertreter aus SS und Verwaltung in der Villa am Großen Wannsee zusammen, um die so genannte "Endlösung der Judenfrage" zu besprechen. Seither steht die Wannsee-Konferenz wie kaum ein anderes Ereignis für die bürokratische Planung und Organisation des Völkermordes an den europäischen Juden. Der grausame und systematische millionenfache Mord an den Juden wurde von staatlichen Behörden vorbereitet und ausgeführt. Die Dimensionen dieses Verbrechens machten eine sorgfältige Abstimmung der beteiligten Dienststellen erforderlich.
Unter diesen Dienststellen war auch das Reichsministerium der Justiz vertreten durch den Staatssekretär Dr. jur. Roland Freisler. Auch die anderen beteiligten Ressorts wurden überwiegend durch Juristen vertreten.
Diesen und anderen Fragen möchten wir uns im Rahmen unseres Studientages mit Ihnen widmen. Als angehende Juristen möchten wir Sie einladen, ein Stück juristische Berufsgeschichte kennenzulernen. Anhand von Vorträgen und unter Einbeziehung des historischen Ortes möchten wir Ihnen die Möglichkeit bieten, Einblick in die Strukturen des NS-Staates zu gewinnen, wobei das Augenmerk vornehmlich auf der Pervertierung des Rechtssystems und der Rolle der Juristen liegt.
Unser Studientag versteht sich jedoch nicht als eine reine Vortragsveranstaltung, vielmehr möchten wir Sie einladen, sich selbst anhand von zeitgenössischen Gesetzen, Gerichtsentscheidungen und Artikeln aus rechtswissenschaftlichen Fachzeitschriften einen Eindruck davon zu verschaffen, welche Rolle der Justiz und den Juristen im "Dritten Reich" zukam. Die Auseinandersetzung mit zeitgenössischen Juristenbiographien soll einen Einblick in die Problematik der Systemanfälligkeit von Juristen vermitteln und Handlungsalternativen unter den Bedingungen des totalitären Staates aufzeigen. Wie Sie bitte dem nachstehenden Programm entnehmen, möchten wir Ihnen im Rahmen Ihres Studientages im Haus der Wannsee-Konferenz ein möglichst umfassendes Programm anbieten. Wir sind offen für Anregungen, auf die wir – im Rahmen unserer zeitlichen Möglichkeiten - gerne eingehen:
1.Teil: Begrüßung, Vortrag im Konferenzraum: "Die Wannsee-Konferenz und die Vernichtung der europäischen Juden"
2. Teil: Kurzer individueller Rundgang durch die Dauerausstellung
3. Teil:
Kurzdarstellung der Biografie des Teilnehmers Staatssekretär Dr. jur. Wilhelm
Stuckart Vortrag: Das Recht im Nationalsozialismus
HINWEIS: Die Cafeteria ist aus organisatorischen Gründen am 12.08.2011 geschlossen, eine Verpflegung ist deshalb im Hause leider nicht möglich.
5. Teil: Kleingruppenarbeit zu folgenden Themen:
6. Teil: Vorstellung und Diskussion der Ergebnisse der Kleingruppenarbeit, Abschlussdiskussion.
Der Studientag wird in der Regel von Herrn Oberregierungsrat Dr. Hans-Christian Jasch und Herrn Assessor Christopher Scheel vorbereitet und moderiert.
► Seminarprogramm als *pdf-Datei: Programm (150 KB)
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Ort: |
Haus der Wannsee-Konferenz - Gedenk- und
Bildungsstätte Am Großen Wannsee 56-58 14109 Berlin Tel.: 030-80 50 01 0 - FAX: 030-80 50 01 27 - eMail: info@ghwk.de |
Verkehrsverbindung: RegionalExpress (Deutsche Bahn), S 1 oder S 7 bis Bahnhof Wannsee; dann Bus 114 bis Haltestelle „Haus der Wannsee-Konferenz“
Fahrplanauskunft der BVG: www.bvg.de
| homepage | update: 02.08.2011 |