Haus der Wannsee-Konferenz
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Robert Grossman,
Porzellansalon in der Villa Feist, um 1930
Villa Feist
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Die Porzellansammlerin Hermine Feist
Hermine Feist, Tochter des jüdischen Industriellen Caesar Wollheim und seiner Frau Caroline, war eine passionierte Porzellansammlerin. Caesar Wollheim, einer der Magnaten des ostdeutschen Kohlehandels, hatte 1891 das Anwesen in der Bergstraße erworben und Hermine und ihrem Ehemann Otto Feist vermacht, der Teilhaber der Firma Wollheim und selbst passionierter Kunstsammler war. Hermine beauftragte den Architekten Alfred Breslauer, das Haus 80 umzugestalten, dass eine problemlose Verbindung von Museum und Wohnung gewährleistet war.
Ihre Porzellansammlung, die als eine der größten in Europa betrachtet wurde, stellte sie in zahlreichen Vitrinen vom Entree bis zum Speisezimmer aus. Ihre Sammlung bot einen nahezu geschlossenen Überblick über deutsche Porzellane.
Hermine Feist galt als eigensinnige, verschrobene Frau. Manche fürchteten ihre Schlagfertigkeit, aber man zollte ihr Respekt, denn sie war eine große Kennerin ihres Metiers.
Im Winter wohnte sie in der Bellevuestraße 151 in Tiergarten, im Mai wechselte sie nach Wannsee. Ungeachtet ihres schwindenden Vermögens nach dem Ersten Weltkrieg, hielt sie an ihrer Sammelleidenschaft fest. Ab 1926 gehörte ihr der größte Teil der zerbrechlichen Kunstschätze nicht mehr. Hochverschuldet starb sie 1933 und wurde auf dem Neuen Friedhof in Wannsee beigesetzt.
Johann Joachim Kaendler,
Handkussgruppe Meißen
1935 erwarb das Kunstgewerbemuseum einen großen Teil der Sammlung. 1938 wurde die Firma Wollheim "arisiert". 1940 ließ die Reichshauptstadt Berlin als neuer Eigentümer das Haus zu einem "Erziehungsheim für Kriegswaisen" umbauen.
Nach 1945 blieb die Villa der Hermine Feist ein städtisches Kinderheim, bis man das Gebäude 1986 abriss.
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Update: 14.07.2011 |
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