Veranstaltungen

27. Februar 2018  -  ab 16:00 Uhr

Gedenkveranstaltung an die "Fabrik-Aktion" und den Protest in der Rosenstraße.
Ort: Große Hamburger Straße und Rosenstraße, Berlin-Mitte

Am 27. Februar 1943 fand die "Fabrik-Aktion" statt, bei der Tausende Jüdinnen und Juden an ihren Zwangsarbeitsstätten verhaftet wurden. In Berlin waren auch viele in sogenannter Mischehe Lebende darunter, die im Sammellager in der Rosenstraße 2-4, dem ehemaligen Wohlfahrtsamt der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, interniert wurden. Als ihre Angehörigen erfuhren, wo sie sich befanden, versammelten sie sich vor dem Gebäude; es waren vor allem Frauen und Kinder, die dort tagelang ausharrten - bis zur Freilassung der Festgenommenen.

  • Programm der Gedenkveranstaltung


28. Februar 2018  -  18:30 - 20:00 Uhr -  Eintritt frei

Book Launch: The Participants. The men of the Wannsee Conference.

Dr. Hans-Christian Jasch und Dr. Christoph Kreutzmüller

Despite lasting less than two hours, the Wannsee Conference is today understood as a signal episode in the history of the Holocaust, exemplifying the labour division and bureaucratization that made the “Final Solution” possible. Yet while the conference itself has been exhaustively researched, many of its attendees remain relatively obscure. Combining accessible prose with scholarly rigor, The Participants presents fascinating profiles of the all-too-human men who implemented some of the most inhuman acts in history.
Ort: The Wiener Library/London


04. März 2018, 14:00 Uhr - Eintritt frei -

Buchvorstellung und Gespräch
„Taxi am Shabbat“. Eine Reise zu den letzten Juden Osteuropas.

Die Autoren Eva Gruberová und Helmut Zeller im Gespräch mit Micha Brumlik.
Mehr als 75 Jahre nach Beginn des Holocaust haben die beiden Journalisten Eva Gruberová und Helmut Zeller Orte aufgesucht, die vor dem Zweiten Weltkrieg Zentren des osteuropäischen Judentums waren. Sie wollten wissen, wie sich jüdisches Leben dort nach 1945 entwickelt hat. Im Gespräch mit Prof. Micha Brumlik erzählen sie von dieser Reise in sieben ehemals kommunistisch beherrschte Länder und ihren Gesprächen mit den letzten Überlebenden, mit Rabbinern, Gemeindevertretern, jüdischen Intellektuellen, Museumsgründern und Friedhofswärtern.
Die Veranstaltung wird aus Mitteln des Förderprogramms „Grenzgänger“ der Robert Bosch Stiftung unterstützt.

• Aufgrund des begrenzten Platzangebotes bitten wir um eine Anmeldung bis 27.02.2018 unter: empfang[at]ghwk.de


Der Weg in den Abgrund. Das Jahr 1938
Eine Ausstellung der Ständigen Konferenz der Leiter der NS-Gedenkorte im Berliner Raum

 
Das Jahr 1938 stellt einen Scheitelpunkt in der nationalsozialistischen Terrorherrschaft seit 1933 dar: Mit dem »Anschluss« Österreichs im März und der Zerschlagung der Tschechoslowakei ab Herbst beginnt das Deutsche Reich, die infolge des Ersten Weltkrieges festgelegte Grenzordnung zu zerstören. Die »Aktion Arbeitsscheu Reich« im Sommer, die Abschiebung tausender polnischer Juden im Oktober und die staatlich organisierte Gewalt um den 9. November 1938 markieren eine neue Stufe der nationalsozialistischen Politik gegen Juden und Menschen, die nicht zur sogenannten Volksgemeinschaft gehören sollten.
Die Ausstellung der Ständigen Konferenz der Leiter der NS-Gedenkorte im Berliner Raum widmet sich auf 14 Tafeln den einschneidenden Geschehnissen des Jahres 1938, den Opfern sowie der damit verbundenen Erinnerungskultur. Die begleitende Broschüre ist kostenlos auf Deutsch und Englisch in den Institutionen der Ständigen Konferenz erhältlich.

Ausstellungsorte:
7.3.  ̶  11.4.2018
Dokumentationszentrum Topographie des Terrors

Niederkirchnerstraße 8 | 10963 Berlin | www.topographie.de

16.4.  ̶  30.06.2018
Gedenkstätte und Museum Sachenhausen

Straße der Nationen 22 | 16515 Oranienburg | www.stiftung-bg.de

16.10.  ̶  31.10.2018
Gedenkstätte Deutscher Widerstand

Stauffenbergstraße 13 – 14 | 10785 Berlin | www.gdw-berlin.de

1.11.  ̶  28.2.2019
Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz

Am Großen Wannsee 56-58 | 14109 Berlin | www.ghwk.de


11. März 2018, 14:00 Uhr - Eintritt frei -

Werkstattgespräch
Kerstin Stubenvoll: NS-Kolonialrevisionisten, die Besatzung Frankreichs und Belgiens und die Erhebung von Wissen zu Wirtschaft und Arbeit in Afrika.
In Frankreich sind Haltungen zur kolonialen Vergangenheit seit langem ein Thema in politischen Debatten. Auch in Deutschland sind in jüngster Zeit der deutsche Kolonialismus und seine erinnerungspolitischen Dimensionen verstärkt in den Blick der Öffentlichkeit gerückt. Dabei gilt Kolonialismus meist eher als je nationales denn als schwieriges europäisches Erbe.
Im Werkstattgespräch werden aktuelle Forschungen zu den transnationalen Dimensionen kolonialrevisionistischer NS-Politik vorgestellt. Mit der Besatzung Frankreichs und Belgiens 1940 etwa ging ein großes Interesse deutscher Dienst- und Parteistellen an Erfahrungswerten und Praktiken der westeuropäischen Kolonialmächte einher. Wirtschafts- und arbeitspolitische Dokumente und Literatur wurden beschlagnahmt oder die Arbeit französischer und belgischer Experten in kolonialen Kommissionen analysiert, um sie für NS-Kolonialplanungen fruchtbar zu machen.
Anhand von Archivquellen und zeitgenössischen Publikationen erforschen Studierende der Humboldt Universität Berlin und der École des Hautes Études en Sciences Sociales (EHESS) in Paris gemeinsam solche europäischen Dimensionen des NS-Kolonialrevisionismus in den 1940er Jahren

Kerstin Stubenvoll hat Neuere und Neueste Geschichte, Politikwissenschaft und Völkerrecht in Tübingen und Berlin studiert. Seit 2011 arbeitete sie als Museumspädagogin, wissenschaftliche Mitarbeiterin der DFG-Forschergruppe Actors of Cultural Globalization und als freie Mitarbeiterin in deutschen und französischen NS-Gedenkstätten. Sie ist Doktorandin am Institut für Geschichtswissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin und wissenschaftliche Mitarbeiterin der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz.

• Aufgrund des begrenzten Platzangebotes bitten wir um eine Anmeldung bis 7.03.2018 unter: empfang[at]ghwk.de


Weitere Veranstaltungen zum Thema Holocaust/Shoah im Raum Berlin und Brandenburg finden Sie auf der Internetseite der Ständigen Konferenz der Leiter der NS-Orte im Berliner Raum.