Ständige Ausstellung wegen Umbau geschlossen. Wir zeigen das Protokoll der Wannsee-Konferenz und die Biographien der Teilnehmer in unserem Garten.

Während der Schließzeit der Ausstellung finden Sie das Protokoll und die Biographien der Teilnehmer nicht nur in unserem Garten. Sie finden auch auf unserer Webseite alle Informationen

Eine neue ständige Ausstellung eröffnet zum 78. Jahrestag der Wannsee-Konferenz, 20. Januar 2020. Besuchen Sie unsere Mediothek, unsere Veranstaltungen, unsere Gartenausstellungen.

Die Wannsee-Konferenz und der Völkermord an den europäischen Juden

Ständige Ausstellung, Januar 2006 - August 2019

Lesen Sie hier einen Rückblick auf die bisherige ständige Ausstellung:

In der bisherigen Dauerausstellung (2006-2019) war das zentrale Thema des Hauses - die Wannsee-Konferenz vom 20. Januar 1942 und die Bedeutung der Konferenz sowie die beteiligten Ämter und Personen für die Organisation und Ausführung des Völkermords - mit insgesamt vier Räumen in das Zentrum der Ausstellung gerückt (Räume 7 bis 10). Nach einer Skizze der historischen Entwicklung der Judenfeindschaft und des Rassismus (Raum 2) wurde für die Zeit der Weimarer Republik die erreichte Integration der Juden in die deutsche Gesellschaft und zugleich deren Bedrohung gezeigt (Raum 3). Es folgte die Information über die propagandistische Konstruktion der "Volksgemeinschaft" nach 1933, über die Ausgrenzung und Verfolgung, aber auch über den Versuch zur Selbstbehauptung der deutschen Juden (Raum 4). Das ehemalige Gästehaus des Sicherheitsdienstes (SD) der SS ist ein Haus der Täter. Deshalb wurden in mehreren Themenräumen verschiedene Tätergruppen ins Blickfeld gerückt, darunter Wehrmachtsangehörige und Ordnungspolizei (Räume 5 und 6) sowie die Zivilverwaltung in den besetzten Gebieten (Raum 12). Auch die seit den 1990er Jahren vermehrten Erkenntnisse über die Kollaboration wurden thematisiert (Räume 5, 6 sowie 11). Die Ausstellung ging auch auf die häufig gestellte Frage nach dem Wissen um den Völkermord in der deutschen Gesellschaft ein (u.a. in Raum 7). Die Einrichtung der Ghettos, ihre Funktion bei der Konzentration der Juden vor ihrer Ermordung, die dort organisierte Zwangsarbeit, die gegensätzlichen Strategien der Ghettobewohner und schließlich die Auflösung der Ghettos wurden anhand verschiedener Beispiele verdeutlicht (Raum 12). Die weiteren Verfolgungswege in die Transit-, Konzentrations- und Todeslager wurden beispielhaft vorgestellt. Die dortigen Vorgänge wurden aufgrund der überlieferten Dokumente der Täter und aus der Sicht der Opfer nachgezeichnet (Räume 11,13 und 14).

Vertiefungen boten Audio- und Videostationen und Lesemappen, die thematisch zum Teil auch über die Ausstellung hinausgingen.

Alle ehemaligen Räume der Ausstellung, 2006-2019 (jetzt wegen Umbau geschlossen):
  1 Einführung in die Ausstellung
  2 Rassismus und Judenfeindschaft
  3 Integration und Antisemitismus in der Weimarer Republik
  4 Rassistische Politik und Judenverfolgung in Deutschland 1933 bis 1939
  5 Krieg und Völkermord in Ost- und Südosteuropa
  6 Handlungsspielräume unter deutscher Besatzung
  7 Der Weg zum Massenmonrd an den Juden Europas
  8 An der Konferenz beteiligte Behörden
  9 Die Wannsee-Konferenz
10 Hausgeschichte u. Hörstation Adolf Eichmann vor Gericht
11 Deportationen
12 Die Ghettos
13 Konzentrations- und Todeslager
14 Zwangsarbeit und Tod im KZ
15 Die Gegenwart der Vergangenheit