Netzwerk-Abschlussveranstaltung und Exkursion

Am 28.01. fand die Abschlussveranstaltung mit dem Thema „Impulse für die Bildungsarbeit gegen Antisemitismus“ in der GHWK statt. Mit Partner*innen und Teilnehmer*innen unserer Reihe „Antisemitismus als Herausforderung in der historisch-politischen Bildung" tauschten wir uns über Potentiale und Probleme des Formats – bestehend aus Best Practice, Kollegialer Beratung, Weiterbildung sowie Vernetzung – aus. Was ist uns gelungen? Was waren Herausforderungen und was blieb offen? 

Anschließend stellte unsere Kollegin Dr. Linda Giesel die ersten Ergebnisse ihres ebenfalls an der GHWK ansässigen Projektes „Strukturen schaffen gegen Antisemitismus an Gedenkstätten“ vor. Sie regte zum Austausch an, wie Gedenkstätten mit antisemitischen Vorfällen umgehen könnten. 

 Am Nachmittag gestalteten Mitarbeiter*innen der Abteilung Bildung und Forschung der GHWK gemeinsam mit Partner*innen Workshop, die an Fragen der letzten Veranstaltungen anknüpften: Welche Perspektiven haben 2. und 3. Generation Schoa-Überlebende auf die neue Qualität des Antisemitismus nach dem 7. Oktober? Wie können wir konkret antisemitismuskritische Qualitätsstandards in unserer Arbeit implementieren? Wie gelingt Netzwerkarbeit zwischen größeren und kleineren Institutionen? Wie schaffen wir Gegenwartsbezüge in unserer Bildungsarbeit? 

Am zweiten Tag reiste ein Teil der Teilnehmenden ins polnische Zbąszyn, dem zentralen Ort der "Polenaktion" 1938. Wojciech Olejniczak, Direktor des Regionalmuseums, führte uns an die ehemalige Grenze und den Bahnhof und erläuterte uns die lokale Perspektive. Im Museum stellte Hanna Gospodarczyk die Arbeit unseres Partners Forum Dialogu vor. Schließlich spazierten wir gemeinsam mit Anita Ruciol-Gołek und 15 Schüler*innen der „Schule für Dialog“ durch den Ort. Beeindruckend zeigten die Schüler*innen auf, wie an die Betroffenen der "Polenaktion" und der jüdischen Bevölkerung heute erinnert wird. Ein berührender und beeindruckender Tag! 

Anna Stocker blickt auf unsere Veranstaltungsreihe zurück. Foto: Jan Bechmann.
Anna Stocker blickt auf unsere Veranstaltungsreihe zurück. Foto: Jan Bechmann.
Gespräche in der Kleingruppe. Foto: Jan Bechmann.
Gespräche in der Kleingruppe. Foto: Jan Bechmann.
Reflexion über die Veranstaltungsreihe. Foto: Jan Bechmann.
Reflexion über die Veranstaltungsreihe. Foto: Jan Bechmann.
Wojciech Olejniczak, Direktor des Regionalmuseums, erläutert den Teilnehmer*innen den Grenzübertritt der Betroffenen der „Polenaktion“ 1938 an der ehemaligen deutsch-polnischen Grenze. Foto: Damian Rożek-Pawłowski.
Wojciech Olejniczak, Direktor des Regionalmuseums, erläutert den Teilnehmer*innen den Grenzübertritt der Betroffenen der „Polenaktion“ 1938 an der ehemaligen deutsch-polnischen Grenze. Foto: Damian Rożek-Pawłowski.
Gemeinsames Gruppenfoto in Zbąszyń. Foto: Ilona Kehler.
Gemeinsames Gruppenfoto in Zbąszyń. Foto: Ilona Kehler.
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