Dein Freiwilligendienst bei uns!
Bei uns steht dir ab September 2026 eine Stelle für ein Freiwilliges Soziales Jahr in der Kultur offen. Mit deinem Engagement kannst du gemeinsam mit uns dazu beitragen, dass Vielfalt, Gleichheit und Inklusion in unserer Gesellschaft noch weiter vorankommen und Demokratie und Teilhabe für alle gelten können – bewirb dich jetzt und setze ein Zeichen gegen Rassismus und Antisemitismus!
Die Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz ist bekannt für seine Dauerausstellung über den Mord an den europäischen Jüdinnen und Juden. Darüber hinaus zeigen wir Sonderausstellungen, auch im Garten, wir haben eine der größten Fachbibliotheken zum Thema; und bei über 100.000 Besucher*innen im Jahr müssen der Einlass an der Rezeption, die Organisation der Gruppenbesuche bis hin zu ihrer Kaffeepause gut organisiert werden.
In allen Bereichen wirkst du mit, im Schwerpunkt brauchen wir deine Unterstützung in der Bildungs- und Forschungsabteilung.
- Du arbeitest bei der Betreuung von Ausstellungsbesucher*innen und unterstützt uns beim Entwerfen und Durchführen von Bildungsveranstaltungen (Führungen, Workshops, Seminare).
- Wir brauchen deine Hilfe beim Erstellen von digitalen und analogen Bildungsmaterialien, mit unserer Unterstützung kannst du dabei eigene historische Recherchen einbringen.
- Dabei lernst du ausführlich unsere Joseph Wulf Bibliothek kennen und unser Archiv. Du wirst hier mitwirken an der Archivierung von Filmen und Dokumenten, an Zeitungs- und Onlinerecherchen.
Außerdem brauchen wir deine Unterstützung
- in unserer Abteilung Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation, hier insbesondere bei der Organisation und Durchführung von Veranstaltungen;
- in allen Bereichen unseres Hauses bei wiederkehrenden Bürotätigkeiten (wie Kopieren, Laminieren);
- an der Seite unserer Auskunftsassistent*innen an der Rezeption.
Wenn du Grundkenntnisse der deutschen Sprache hast, wenn du Lust auf das Arbeiten mit uns und anderen hast, wenn du dich als offen und kommunikativ beschreiben würdest; wenn du Interesse an der Geschichte des Zweiten Weltkriegs, des Holocausts und der NS-Verbrechen hast und wenn du dir die Frage stellst, welche Bedeutung die Themen für uns heute haben: Dann bist du genau unser*e Freiwillige*r!
Wenn du darüber hinaus noch Erfahrungen zu den Themen hast, über Ehrenamt, schulische Projekte, Praktika: super, muss aber nicht. Ebenso hören wir es gern, wenn du weitere Sprachen mitbringst, besonders Polnisch, Russisch, Ukrainisch, Türkisch oder Arabisch. Lass uns gerne wissen, wenn du kreative Fähigkeiten und Interessen mitbringst, dasselbe gilt für deine Kenntnisse und Interesse im Umgang mit digitalen Bildungsangeboten – dazu können auch Social-Media-Accounts zählen, jedenfalls brauchen wir für unsere eigenen Accounts, wenn du magst, deine Unterstützung.
Dies sind die technischen Kern-Informationen:
- Es gilt das “Landeskinderprinzip”: Du musst mindestens seit März, also sechs Monate vor deinem Dienstbeginn im September, in Berlin mit Hauptwohnsitz gemeldet sein.
- Du bist nicht älter als 26 Jahre.
- Das freiwillige Jahr dauert 12 Monate, bis August 2027. Du arbeitest 30-35 Wochenstunden.
- Dein Dienstort ist die Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz, Am Großen Wannsee 56-58, 14109 Berlin. Selbstverständlich wartet hier ein professioneller Arbeitsplatz auf dich, mit Laptop, Telefon und unbegrenzt Tee, Kaffee und Sprudel.
- Wir können dir keinen Wohnraum bieten, aber wir unterstützen dich bei der Suche.
Herzlich willkommen in unserem Team!
Bewirb dich bis zum 10. Mai 2026 hier:
Bei weiteren Fragen (einem Vorab-Besuch?) kannst du dich auch gerne an uns wenden:
Madlen Seidel
Abteilung Bildung und Forschung / Bildungsreferentin
(030) 2179986-23
Hintergrundinfos zu unserem Haus
Die Bildungs- und Gedenkstätte Haus der Wannsee-Konferenz befindet sich am Rand von Berlin, direkt am Großen Wannsee. In der Wannsee-Villa verhandelten am 20. Januar 1942 wichtige Vertreter des NS-Regimes über die organisatorische Durchführung der Deportation und Ermordung der europäischen Jüdinnen und Juden. Diese Besprechung wird nach dem Ort als „Wannsee-Konferenz“ bezeichnet.
Das von Adolf Eichmann geschriebene Protokoll der Sitzung wurde 1947 in den Akten des Auswärtigen Amtes gefunden. Zum 50. Jahrestag der Konferenz, am 20. Januar 1992, wurde in der Villa eine Gedenkstätte eröffnet.
Die Gedenk- und Bildungsstätte bietet neben ihren Ausstellungen vielfältige pädagogische Möglichkeiten, sich mit der Geschichte der Verfolgung und Ermordung der europäischen Jüdinnen und Juden, mit der Geschichte des Nationalsozialismus, mit der Vorgeschichte oder den Nachwirkungen zu befassen.