20. Januar 1942. Was bleibt?

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80 Jahre nach der Besprechung am 20. Januar 1942 thematisiert die Tagung die Relevanz der Wannsee-Konferenz für die Geschichte und das heutige Bewusstsein über die Shoah. Gemeinsam mit internationalen Expert*innen wird der historische Ort in seiner Bedeutung damals und heute in den Blick genommen und diskutiert, welche Rolle die »Wannsee-Konferenz« in Kultur, Bildung und Vermittlung spielt.

Eine Wand mit farbigen Texten, die verschiedene Zeiträume und die dazugehörigen Bezeichnungen auflisten: 1941–1945, 1947–1952 (Sozialdemokratische Bildungsstätte), 1945–1946 (Zentrale für Allegorien), 1952–1988 (Schullandheim), sowie "seit 1992 Gedenkstätte".
© GHWK Berlin

Hilferufe aus Gurs

Dario Treiber ·

Nach den Berichte über die Eröffnung der Ausstellung „Gurs 1940“ wandte sich Sabine Johnson (geb. Hallensleben) an den Kurator Christoph Kreutzmüller und überließ ihm Kopien der Briefe ihrer Großeltern Paula und Nathan Simon, die im Lager Gurs interniert waren. Die Briefe sind an Sabines Mutter Erika Hallensleben (geb. Simon) adressiert und spannende Dokumente. Wir bedanken uns bei Frau Johnson für das Vertrauen.

Auf dem Bild ist ein handgeschriebener Text auf rosafarbenem Papier zu sehen. Die Schrift ist in blauer Tinte und umfasst mehrere Zeilen mit fließendem, leicht schwer lesbarem Geschreibsel. Der Inhalt des Textes ist aufgrund der Handschrift nicht vollständig lesbar.
© GHWK Berlin, Sabine Johnson

Statistics and Catastrophe

Charlotte Münstermann ·

80 years ago Adolf Eichmann was busy preparing a list detailing the number of Jews living in various territories. Teaming up with partners from the European Network of Remembrance and Solidarity we are currently developing an interactive tool that will question Eichmann’s numbers and explain how the list was made, but also highlight the catastrophes – the humans – that were hidden behind the statistics drawn up for the Wannsee Conference.

Karte von Europa Ende April 1940, mit farblich markierten Gebieten. Das Deutsche Reich ist in Rot dargestellt, während die grün-gelb gestreiften Gebiete als Französisch-Westafrika und Libyen gekennzeichnet sind. Die Karte zeigt die territorialen Ansprüche und Besetzungen der Zeit.
© Joseph Wulf Bibliothek, GHWK Berlin

Solidarität mit Memorial International Moskau

Die 1992 gegründete Menschenrechtsorganisation Memorial International ist akut von der Zwangsauflösung bedroht. In unserem Gemeinschaftsprojekt, der Online-Ausstellung „An Unrecht erinnern. Auf den Spuren sowjetischer Kriegsgefangener“, gehörte Memorial International von Anfang an zu unserem Kooperationsnetzwerk. Wir stehen an der Seite unserer Kolleg*innen von Memorial International Moskau!

Das Bild zeigt eine künstlerische Darstellung mit verschiedenen Schriftzügen und Symbolen. Im Mittelpunkt steht der Text "Мы Мемориал" (Wir Memorial) in großen Buchstaben, begleitet von Begriffen wie "Demokratie", "Hilfe" und "Aktivismus". Ein Portrait von Andrej Sacharow ist ebenfalls abgebildet.
© Рисунок Лили Матвеевой

80 Jahre Deportation - 80 Jahre Wannsee-Konferenz

Vor 80 Jahren, am 18. Oktober 1941, begann die systematische Deportation der Berliner Jüdinnen und Juden. Drei Monate später folgte die Besprechung am Wannsee. Wir erinnen an die Wannsee-Konferenz mit einer internationalen und interdisziplinären Tagung vom 19.-21. Januar 2022.

Auf einem Gitter mit der Prägung „18.10.1944“ liegen zwei weiße Rosen mit Tropfen, die darauf hindeuten, dass es geregnet hat. Die Szenerie vermittelt eine stille Gedenkstimmung.
© Marko Priske