"Liebe Mutti!"
Postkarten aus Theresienstadt (1943/1944)

Eine künstlerische Annäherung von Inbar Chotzen

Ausstellung im ersten Obergeschoss ("New First Floor") der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz, ab dem 13. Juli 2026

Geöffnet zu den Öffnungszeiten der Joseph Wulf Bibliothek: 

Montag-Freitag, 10 - 18 Uhr. 

Samstag und Sonntag geschlossen.

Eine blaue Wand mit einem Zitat in großen Buchstaben und einer Reihe von eingerahmten Bildern auf einem weißen Regal. Das Zitat beginnt mit „Liebe Mutti! ... Wenn eine Nachricht von Euch eintrifft...“ und datiert auf den 16. März 1944.
© GHWK
Der Ausstellungsraum ist im ersten Obergeschoss, in dem wir einen "New First Floor" planen - mehr Informationen im Link unten.

Die israelische Künstlerin Inbar Chotzen lernte ihre Berliner Verwandten erst über deren Nachlass kennen. Spät erfuhr sie, dass einige ihrer Vorfahren Opfer der Verfolgung durch die Nationalsozialisten wurden. Ausgehend von 369 Postkarten, die Angehörige der Familie Chotzen zwischen 1943 und 1944 aus dem Konzentrationslager Theresienstadt nach Hause schickten, begab sie sich auf die Spuren ihrer deutschen Familie.

In behutsamer Auseinandersetzung mit dem Schicksal ihrer Familie übermalte Inbar Chotzen digitalisierte Kopien dieser Postkarten mit Szenen aus dem Alltag der Familie – aus einer Zeit, bevor die politische Verfolgung sie ihres gemeinsamen Lebens beraubte.

Die Ausstellung entstand als ein Kooperationsprojekt mit der benachbarten Liebermann-Villa am Wannsee, ergänzend zum Erscheinen des gleichnamigen Buches im Deutschen Kunstverlag. Bevor die Ausstellung nun in der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz präsentiert wird, war sie von September 2025 bis Januar 2026 in der Liebermann-Villa zu sehen.

Das Bild zeigt die Coverseite eines Buches mit dem Titel "Liebe Mutti!" in auffälliger Schrift. Im Hintergrund sind drei Postkarten mit Handgeschriebenem und einem stilisierten Blumenstrauß in einem Topf abgebildet. Das Design ist künstlerisch und farbenfroh.
© Dt. Kunstverlag, Inbar Chotzen
Cover des Buches "Liebe Mutti!", 2025

Aus dem Buch:

“Liebe Mutti!" ist eine künstlerische Annäherung an ein erschütterndes Familienerbe - und ein eindrückliches Zeugnis der nationalsozialistischen Verfolgung.

Die israelische Künstlerin Inbar Chotzen kennt ihre Berliner Verwandtschaft ausschließlich durch deren Nachlass, darunter über 300 Postkarten, die Angehörige der Familie Chotzen aus Theresienstadt nach Hause schickten. Diese bewegenden Zeugnisse werden heute in der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz verwahrt. 

In behutsamer Auseinandersetzung mit dem Schicksal ihrer Familie übermalt Inbar Chotzen digitalisierte Kopien dieser Postkarten mit Szenen aus dem Alltag der Chotzens - aus einer Zeit, bevor die Familie durch die nationalsozialistische Verfolgung auseinandergerissen und zerstört wurde.

Das Buch vereint erstmals die so entstandenen Kunstwerke mit den Dokumenten und stellt sie in ihren historischen Kontext.

"Elsas Blumen", Holzschnitt, digital bearbeitet, 2019
© Inbar Chotzen
"Elsas Blumen", Holzschnitt, digital bearbeitet, 2019
"Brandenburger Tor 1941", Tintenzeichnung, digital bearbeitet, 2019
© Inbar Chotzen
"Brandenburger Tor 1941", Tintenzeichnung, digital bearbeitet, 2019
"Elsa als Freiheit", Mischtechnik, digitale Bearbeitung, 2021<br />
© Inbar Chotzen
"Elsa als Freiheit", Mischtechnik, digitale Bearbeitung, 2021
"Störche", Zeichnung, digitale Bearbeitung, 2022<br />
© Inbar Chotzen
"Störche", Zeichnung, digitale Bearbeitung, 2022