Newsletter II/2026 - Koordinierungsstelle Historische Stadtmarkierungen

Wir fragen uns: Wer ist besonders wichtig für Berlin?

Welche Geschichten und welche Standorte sind bisher wenig auf Gedenktafeln repräsentiert? Nora Hogrefe leitet seit fünf Jahren im Auftrag des Berliner Senats die “Koordinierungsstelle Historische Stadtmarkierungen”, die dem Verein Aktives Museum Faschismus und Widerstand in Berlin e.V. angegliedert ist. Sie ist damit Ansprechpartnerin für alle Erinnerungszeichen im öffentlichen Raum, insbesondere für das landeseigene Gedenktafelprogramm.

Eine Gruppe von Menschen steht vor einem Gebäude, während jemand ein Tuch von einer Gedenktafel abzieht. Die Teilnehmer lächeln und zeigen Freude über die Enthüllung, die einen historischen oder kulturellen Anlass feiert.
© Aktives Museum

Podcast UNSAFE SPACES - verfügbar ab 26.2.26

Unsere Direktorin Deborah Hartmann und unser wissenschaftlicher Mitarbeiter Dr. Jakob Müller haben an Bildungs- und Kulturorten über Antisemitismus gesprochen - mit Betroffenen, Expert*innen und Verantwortlichen. Der fünfteilige Podcast zu Schule, Uni, Clubs, Theater und Film ist ab dem 26.2.26 verfügbar: überall, wo es Podcasts gibt, und hier auf unserer Webseite.

Das Bild zeigt den Text "UNSAFE SPACES" in großer, fettgedruckter Schrift. Der Hintergrund ist dunkel, wodurch die Schrift hervorgehoben wird. Der Text vermittelt ein Gefühl von Unsicherheit oder Bedrohung.

Newsletter I/2026 - "Der Ort erzwingt das Interesse"

"Der Ort erzwingt das Interesse"

Der Eröffnung der Gedenkstätte 1992, zum 50. Jahrestag der Wannsee-Konferenz, war eine jahrzehntelange Diskussion um den richtigen Umgang mit dem Ort vorausgegangen. Diese Anfangszeit ist mittlerweile selbst Teil der Hausgeschichte. 2024 und 2025 haben wir daher begonnen, Interviews mit Zeitzeug*innen zu führen. Drei der bisher Interviewten kommen hier auszugsweise zu Wort. Sie sprechen über die Rolle der Gedenkstätte für die deutsche Erinnerungskultur, das Wissen über die Wannsee-Konferenz in der Bevölkerung und die “Mission” des neuen Ortes.

Eine Person spricht an einem Rednerpult vor einem Publikum in einem Ausstellungsraum. Im Hintergrund sind mehrere Bild- und Text-Tafeln aufgestellt. Die Zuhörer sind überwiegend in formeller Kleidung und hören aufmerksam zu.
© GHWK

Newsletter XII/2025 - Kriegsende in Deutschland 1944/45. Ein Panoptikum

Kriegsende in Deutschland 1944/45. Ein Panoptikum

Auch 80 Jahre nach der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Armee ziehen Parteien und gesellschaftliche Akteure noch ganz unterschiedliche Lehren aus dieser Vergangenheit. Die Vorsitzende unseres Wissenschaftlichen Beirats, Prof. Annette Weinke, blickt für uns zurück und beschreibt, wie es zum Zusammenbruch des NS-Regimes kam und wie die Alliierten mit dem besiegten Land umgingen.

Eine Gruppe von Soldaten in Uniform steht auf Stufen vor einem großen, monumentalen Gebäude. Einige halten Flaggen, darunter auch die amerikanische Flagge. Die Szenerie wirkt feierlich und historisch.
© Wikimedia Commons

Newsletter XI/2025 - "Das Reichsfinanzministerium war ein reines Fachministerium"

"Das Reichsfinanzministerium war ein reines Fachministerium"

So beschrieb Fritz Reinhardt, während der gesamten Regierungszeit der Nationalsozialisten Staatssekretär in eben diesem Ministerium, den Charakter der Behörde am 14. Oktober 1948 vor Gericht und trug damit zu einem Nachkriegsnarrativ bei, das die Mitarbeitenden pauschal entlasten sollte. Ein Beitrag von Silke Struck

Porträt eines Mannes in einem dunklen Anzug mit Krawatte. Er hat kurze, glatte Haare und trägt eine Anstecknadel auf der linken Brustseite. Der Blick ist nach rechts gerichtet, und das Bild vermittelt einen ernsten Ausdruck.
© ÖNB

Newsletter X/2025 - Die Berliner Polizei nach dem Zweiten Weltkrieg

Die Berliner Polizei nach dem Zweiten Weltkrieg

Die deutsche Polizei war federführend an den NS-Verbrechen beteiligt, wurde aber als Institution dringend für den Wiederaufbau Deutschlands gebraucht. Ein Blick in die Zeit der von den Alliierten initiierten Neuaufstellung dieser Behörde ist deshalb besonders interessant. Ein Beitrg von unserem Kollegen Dr. Jakob Müller.

Sechs Personen stehen nahe Gleisen, umgeben von einem Holzstapel im Hintergrund. Einige der Personen sind Erwachsene, andere Kinder. Sie scheinen zu sprechen und schauen aufeinander. Die Szenerie vermittelt eine ernste, historische Stimmung.
© BArch, 183-N0207-366

Newsletter IX/2025 - Das Schweigen durchbrechen: Krankenpflege in der NS-Zeit und ihre Aufarbeitung nach 1945

Newsletter VIII/2025 - Sachsenhausen nach der Befreiung 1945

Sachsenhausen nach der Befreiung 1945: Beweissicherung, Repatriierung, Speziallager

Knapp neun Jahre bestand das Konzentrationslager Sachsenhausen als Haft- und Terrorort. Doch nach der Räumung des Lagers im April 1945 und der Befreiung durch sowjetische und polnische Truppen endete die Nutzung des Areals als Haftstätte keineswegs. Dr. Enrico Heitzer zeichnet die vielschichtige und teilweise in ihrer Deutung umstrittene Geschichte des Lagerstandortes Sachsenhausens im Jahr 1945 nach.

Das Bild zeigt eine historische Ansicht eines Geländes mit mehreren einfachen Gebäuden, umgeben von Bäumen. Menschen gehen auf einem gepflasterten Weg und scheinen sich in der Umgebung zu bewegen. Die Szene strahlt eine ruhige, aber verlassene Atmosphäre aus.
© Gedenkstätte Sachsenhausen, René Kerschen

Newsletter VII/2025 - Die Reichskammer der bildenden Künste im Jahr 1945

Die Reichskammer der bildenden Künste im Jahr 1945

Im Frühjahr 1945 stand die Reichskammer der bildenden Künste (RdbK) vor ihrem Ende. Während alliierte Truppen immer weiter ins Deutsche Reich vordrangen, versuchte die nationalsozialistische Kulturverwaltung, ihre Arbeit weiterhin fortzuführen. Doch wie gestalteten sich die letzten Monate dieser Institution, die seit 1933 das künstlerische Leben im Deutschen Reich reglementierte? Und welche neuen Strukturen entstanden nach Kriegsende in den Besatzungszonen?

Die Schwarz-Weiß-Fotografie zeigt ein Gebäude mit einem großen Banner, auf dem „Entartete Kunst“ steht. Es handelt sich um die Ankündigung einer Ausstellung in Berlin, die von der NSDAP organisiert wurde. Alte Autos parken vor dem Gebäude.
© DHM, Berlin

Newsletter VI/2025 - Kontinuitäten im deutschen Rundfunk

Kontinuitäten im deutschen Rundfunk am Beispiel Josef Pelz von Felinau

Trotz aller Brüche und Neuanfänge 1945 hat es keine Stunde Null im Rundfunk gegeben. Wie in quasi allen gesellschaftlichen Bereichen waren personelle Kontinuitäten die Regel. Am Beispiel Josef Pelz von Felinaus soll dies hier aufgezeigt werden. Von ihm stammt “Hypnose”, das erste Hörspiel, das wenige Wochen nach Kriegsende im deutschen Rundfunk gesendet wurde.

Ein Mann in einem Anzug sitzt an einer Schreibmaschine und lächelt. Hinter ihm sind Vorhänge und eine Stehlampe sichtbar. Auf dem Tisch liegen einige Schreibutensilien. Die Szene strahlt eine nostalgische Büroumgebung aus.
© Deutsche Fotothek / Fritz Eschen

Newsletter V/2025 - "Das ganze Entnazifizierungsproblem ist so kompliziert" - Film nach 1945

"Das ganze Entnazifizierungsproblem ist so kompliziert" - Film nach 1945

Nach dem Zusammenbruch des “Dritten Reiches” stellte sich die Frage nach der “Entnazifizierung” auch im Bereich des von den Nationalsozialisten als Propagandainstrument genutzten Films. Doch wer von den Akteuren dieses “Business” eine konsequente Haltung erwartete, konnte nur enttäuscht werden. Ein Beitrag von Wolfgang Jacobsen.

Ein Plakat mit dem Titel „Wer war ein Nazi?“. Es enthält Informationen über die Mitgliedschaft im nationalsozialistischen Partei. Im Hintergrund sind Akten mit einem Foto und einem Pfeil, das auf das Bild zeigt. Der Schriftzug ist auffällig und kontrastreich gestaltet.
© Stiftung Haus der Geschichte

Newsletter IV/2025 - Pädagogik im Kontext von Ideologie und Verbrechen

Pädagogik im Kontext von Ideologie und Verbrechen

Saskia Müller beleuchtet die Rolle der Lehrkräfte und des NS-Lehrerbundes (NSLB). Dabei wird insbesondere das Jahr 1944/45 in den Blick genommen, als die Organisation bereits stillgelegt war, aber ihr Zentralorgan im Angesicht der kommenden Niederlage eine sich zuspitzende Propaganda verbreitete - dadurch können die Schwierigkeiten der Alliierten beim Aufbau des Schulsystems im Jahr 1945 zwischen Entnazifizierung und ‚Renazifizierung‘ eingeordnet werden, ebenso wie die Verdrängung der NS-Vergangenheit innerhalb der pädagogischen Disziplin.

Ein historisches Schwarzweißfoto zeigt eine große Menschenmenge in einem Auditorium, die einem Redner zuhört. An den Wänden hängen Flaggen mit einem Symbol. Der Redner steht an einem Pult, während die Zuschauer auf Stühlen sitzen und aufmerksam wirken.
© bpk, BSB, Heinrich Hoffmann

Newsletter III/2025 - Rechtspflege im Sommer 1945

Rechtspflege im Sommer 1945

Schon in der frühen Nachkriegszeit wurde es populär, die Existenz einer „Stunde Null“ für das Justizwesen zu behaupten: Natürlich konnte es nach dem Zusammenbruch der nationalsozialistischen Diktatur in den Besatzungszonen keine nahtlose Fortsetzung in der deutschen Rechtsprechung gegeben haben. Prof. Benjamin Lahusen hat sich diese Phase genauer angeschaut.

Das Bild zeigt ein Buch mit dem Titel „Der Dienstbetrieb ist nicht gestört“ von Benjamin Lahusen. Der Titel und Untertitel thematisieren die Deutschen und ihre Justiz zwischen 1943 und 1948. Im Hintergrund sind Bücherregale sichtbar.
© Foto: GHWK

Newsletter II/2025 - Das Reichsministerium des Innern in den letzten Kriegsmonaten

Das Reichsministerium des Innern in den letzten Kriegsmonaten

Angesichts einer aussichtslosen Kriegslage hielt die deutsche Verwaltung bis zuletzt an ihren Abläufen fest. Einer der Teilnehmer der Wannsee-Konferenz, Dr. Wilhelm Stuckart, übernahm nach dem Freitod Heinrich Himmlers in der Regierung Dönitz das Innenministerium und arbeitete bis zu seiner Verhaftung für eine Reichsregierung ohne Reich.

Eine zerstörte, historische Gebäudeansicht in Schwarzweiß. Fenster sind zerbrochen, und die Fassade weist Risse auf. Um das Gebäude herum liegt Schutt, was auf einen Zustand der Verwüstung hinweist. Die Szene vermittelt ein Gefühl von Verfall und Vergänglichkeit.
© privat

Newsletter I/2025 - Tagebücher von Jüdinnen und Juden zur Befreiung

Tagebücher von Jüdinnen und Juden zur Befreiung

Zum Auftakt unserer Newsletter-Reihe zum Gedenken an 80 Jahre Kriegsende und Befreiung rückt der langjährige Leiter unserer Bildungsabteilung Dr. Wolf Kaiser die Perspektive der Verfolgten ins Zentrum seines Beitrags: Von wann ab hofften sie auf die Befreiung und was erwarteten sie von ihr, wie berichten sie über das Geschehen? Und welche Erkenntnisse können wir daraus ziehen?

Der Bildtext beschreibt das Buch "Der papierene Freund", das Holocaust-Tagebücher jüdischer Kinder und Jugendlicher sammelt. Das Cover zeigt historische Fotos von verschiedenen Jugendlichen in einem collageartigen Layout, um ihre Geschichten und Erinnerungen zu würdigen. Die Titel und Herausgeberinformationen sind sichtbar.
© GHWK

Newsletter XI/2024 - Eine weitere Konferenz in der Villa am Wannsee

Eine weitere Konferenz in der Villa am Wannsee

Vor 80 Jahren, am 1. Dezember 1944, findet im “Kameradschafts- und Führerheim der Sicherheitspolizei”, dem vormaligen “Gästehaus der Sicherheitspolizei und des SD”, unter der Leitung des Staatssekretärs im Reichswirtschaftsministerium SS-Gruppenführer Otto Ohlendorf eine Arbeitsbesprechung über “soziologische Fragen und Aufgaben” der Zukunft statt.

Eine Gruppe von fünf Männern in Anzügen und Uniformen steht um einen Tisch, auf dem Goldbarren und andere Objekte liegen. Ein Mann zeigt auf die Gegenstände, während die anderen aufmerksam schauen. Die Szene vermittelt ein Gefühl von Besprechung oder Verhandlung.
© Scherl / SZ Photo

Newsletter X/2024 - Aktion Reinhardt - Orte des Holocaust

Aktion Reinhardt - Orte des Holocaust

Unter diesem Titel haben wir am 14. November 2024 eine Sonderausstellung im Rondell vor dem Haus eröffnet. Die Präsentation, die in Zusammenarbeit mit dem “Grodzka Gate – NN Theatre” Centre in Lublin entstanden ist, wird zeitgleich auch dort gezeigt. Die im Rahmen des von der Stiftung EVZ geförderten Projektes “Unveiling Aktion Reinhardt” entstandene Ausstellung zielt darauf ab, das Wissen über die Bedeutung dieser Mordaktion zu erweitern und eine gemeinsame europäische Erinnerungskultur zu stärken.

Das Bild zeigt Informationsschilder in einem Park, die über den Holocaust informieren. Die Schilder enthalten Text, Karten und historische Fotos, die die Thematik beleuchten und auf wichtige Orte hinweisen. Im Hintergrund ist eine Hecke sichtbar, und der Boden ist mit Laub bedeckt.
© GHWK Berlin

Newsletter IX/2024 - Der Briefeschreiber Joseph Wulf

Der Briefeschreiber Joseph Wulf

Vom 8. bis 10. Oktober 2024 fand in der Gedenk- und Bildungsstätte eine internationale Tagung unter dem Titel „Zeugenwissen und engagierte Geschichtsschreibung: Der Holocausthistoriker und -dokumentarist Joseph Wulf (1912–1974)“ statt. Auch eine kommentierte Lesung aus Wulfs umfangreichem Briefwechsel mit verschiedenen Akteuren der Zeitgeschichte war Teil des Programms. Ein Auszug.

Ein Schwarzweißfoto von Joseph Wulf, einem Holocausthistoriker und -dokumentaristen, der ein Buch in einer Bibliothek liest. Der Bildtext nennt seinen Namen und Lebensdaten (1912–1974) sowie seine Rolle als Historiker. Im Hintergrund sind Bücherregale zu sehen.
© Foto: AdsD

Newsletter VIII/2024 - Was bedeutet Wannsee für...?

Was bedeutet Wannsee für...?

Schon der Name des Berliner Ortsteils ist für manche Menschen eine Chiffre für den Mord an den europäischen Jüdinnen und Juden. Andere bemerken beim Besuch der Gedenkstätte zuerst die Schönheit der Parkanlage. Eine neue Sonderausstellung in Haus und Garten macht verschiedene Perspektiven auf diesen Ort sichtbar.

Ein Hand hält eine Karte mit dem Text „Was bedeutet Wannsee für ...“ auf Deutsch und Englisch. Im Hintergrund sind ein grüner Rasen und der Wannsee mit Bäumen zu sehen. Die Karte steht symbolisch für Fragen oder Themen bezüglich des Wannsees.
© GHWK Berlin

Newsletter VII/2024 - Nie wieder! Nie wieder was?

Newsletter VI/2024 - Alexander von Falkenhausen

„Diener des Dritten Reichs“ und „erbitterter Gegner Hitlers“?

Der ehemalige deutsche Militärbefehlshaber in Belgien und Nordfrankreich gilt als „Mann des Widerstands“. Schon früh wurde allerdings auf seine Beteiligung an der Verfolgung und Deportation der jüdischen Bevölkerung Belgiens hingewiesen. Anlässlich des 80. Jahrestages des Anschlages vom 20. Juli 1944 erinnern wir daran.

Ein Schaufenster mit verschiedenen Kleidungsstücken. In der Mitte hängt ein Schild mit der Aufschrift „Jüdisches Unternehmen, Joodse Onderneming, Enterprise Juive“. Die Umgebung ist unscharf, der Fokus liegt auf den Kleidungsstücken und dem Schild.
© Kazerne Dossin, J. Bourgeois

Newsletter V/2024 - Diskriminierung von Minderheiten und rechtes Gedankengut in den Sicherheitsorganen

Newsletter IV/2024 - Besucher*innen-Forschung

Besucher*innen-Forschung als Baustein zum Design für Alle

Besucher*innen-Forschung hat zur Folge, dass die eigene Arbeit kritisch hinterfragt werden muss: Wessen Perspektiven finden in unserer Ausstellung und den sonstigen Angeboten bisher Berücksichtigung? Sind es die der Wissenschaft, der pädagogischen Fachdebatten oder unsere eigenen? Wessen Perspektive können wir (zusätzlich) einnehmen? Im Sommer 2023 wurden Beobachtungen und Befragungen von Besucher*innen unserer Dauerausstellung durchgeführt. Die Auswertung der Ergebnisse zeigt deutlich die Potenziale dieser Forschung.

Eine Gruppe von Menschen betrachtet Exponate in einem Museum. An Wänden hängen Informationen, und in Vitrinen sind Objekte ausgestellt. Der Raum hat große Fenster, die Tageslicht hereinlassen. Die Atmosphäre ist informativ und anregend.
© GHWK

Newsletter III/2024 - Die Teilnehmer der Wannsee-Konferenz – und eine Sekretärin

Die Teilnehmer der Wannsee-Konferenz – und eine Sekretärin

Gerade ist die zweite, überarbeitete und erweiterte Auflage unseres Sammelbandes über die „Männer der Wannsee-Konferenz“ erschienen. Neben den 15 Teilnehmern wird nun eine weitere Anwesende biografisch porträtiert: Die Sekretärin Adolf Eichmanns aus dem Reichssicherheitshauptamt, Ingeburg Werlemann, die am 20. Januar 1942 stenografierte.

Ein roter Hintergrund mit der Überschrift "DIE TEILNEHMER" in großen Buchstaben. Darunter steht "Die Männer der Wannsee-Konferenz". Im Vordergrund sind historische Dokumente mit Text sichtbar, die wahrscheinlich mit der Wannsee-Konferenz verbunden sind.
© Metropol-Verlag

Newsletter II/2024 - Podcast: Wannsee

Podcast: Wannsee. Looking at the International Dimension of the Holocaust

2024 startet die Gedenk- und Bildungsstätte mit einem neuen Format. In einem englischsprachigen Podcast wollen wir unsere Themen einem interessierten internationalen Publikum vermitteln und mit Fachleuten ins Gespräch kommen. In der ersten Folge haben wir mit dem amerikanischen Historiker Prof. Michael A. Meyer über Leo Baeck gesprochen.

Logo für den Podcast „Wannsee“. Darunter steht: „Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz“. Das Design setzt auf klare Schrift und ein einfaches Farbkonzept, das die Themen Erinnerung und Bildung visuell unterstützt.

Newsletter I/2024 - Diktatur wählen?

Diktatur wählen? Demokratische Kultur und ihre Feinde

Für unsere Veranstaltung anlässlich des 82. Jahrestags der Wannsee-Konferenz waren wir am 21. Januar 2024 zu Gast in der Jüdischen Gemeinde zu Berlin. Den folgenden Vortrag hielten unsere Kolleg*innen Aya Zarfati und Dr. Matthias Haß als Einführung zu einer zweiteiligen Diskussionsrunde, in der es um die Vergleichbarkeit der heutigen politischen Situation mit der Weimarer Republik und um gegenwärtige Handlungsoptionen in den Bereichen Justiz, Bildung, Medien sowie Kunst und Kultur ging.

Text für alternative Bildbeschreibung: 

Der Text auf dem Bild fragt: "Diktatur wählen?" und thematisiert die "demokratische Kultur und ihre Feinde". Das Datum ist der 21. Januar 2024, von 14 bis 18 Uhr.

Newsletter II/2023 - Kontinuität und Gegenwart von Antisemitismus

Liebe Leser*innen,

mit unserem Jahresthema haben wir das Ziel, Antisemitismus auf vielfältige Weise nach innen und außen zu adressieren. Daher beschäftigt sich auch dieser Newsletter mal expliziter und mal indirekter mit Aspekten dieses Themas, schreibt unsere Direktorin Deborah Hartmann in ihrer Einführung...

Ein schwarzer Kugelschreiber liegt auf einem Blatt mit dem Logo und den Kontaktdaten des Hauses der Wannsee-Konferenz. Das Blatt ist beschrieben und zeigt Informationen zur Gedenk- und Bildungsstätte.
© GHWK Berlin

Aufstand im Warschauer Ghetto

Vor 80 Jahren, im Frühjahr 1943, vernichteten SS und Polizei in Warschau die Reste der einst größten jüdischen Gemeinde Europas, die dabei massiv Widerstand leistete. Das Vorgehen der Täter ist im Abschlussbericht des kommandierenden SS- und Polizeiführers Jürgen Stroop auf einzigartige Weise überliefert. Martin Cüppers, wissenschaftlicher Leiter der Forschungsstelle Ludwigsburg der Universität Stuttgart, hat diese Quelle genauer untersucht...

Das Bild zeigt einen historischen Schriftzug: "Es gibt keinen jüdischen Wohnbezirk - in Warschau mehr!" Darüber hinaus sind Stempel mit Angaben zum Internationalen Militärtribunal in Nürnberg zu sehen. Der Text reflektiert die erzwungene Vertreibung jüdischer Menschen während des Zweiten Weltkriegs.

Hey Chat GPT, sag mir, was war die Wannsee-Konferenz?

Am 10. Mai 2023 haben wir gemeinsam mit DAAD Center for German Studies / European Forum at the Hebrew University den Fachtag „Mit Algorithmen (ge)denken?“ veranstaltet. Im Gespräch mit Multiplikator*innen verschiedenster Bereiche ging es um Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung sowie um Online-Antisemitismus. Unsere Kollegin Judith Alberth berichtet...

Text auf einem Veranstaltungsplakat mit dem Titel "MIT ALGORITHMEN (GE)DENKEN?". Es geht um die Herausforderungen und Perspektiven digitaler Geschichtsermittlung und Strategien gegen (online-)Antisemitismus. Datum: 10. Mai 2023, 9:30 bis 17:00 Uhr. Ausgerichtet für Multiplikatoren aus Kultur, Bildung, Verwaltung und Polizei.

"Antisemitismus muss sozial geächtet werden."

Zum Fachtag am 10. Mai 2023 unter dem Titel „Mit Algorithmen (ge)denken?“ haben wir Vertreter*innen der verschiedenen Berufsgruppen, mit denen wir Fortbildungsseminare veranstalten, zum Austausch eingeladen. Mit dabei war auch Winfrid Wenzel, Antisemitismusbeauftragter der Berliner Polizei, den wir vorab zum Interview getroffen haben...

Das Bild zeigt einen blauen Davidstern auf einem gelben Hintergrund. Innerhalb des Sterns steht in weißer Schrift "Jüdisches Leben und Polizei". In der Mitte des Sterns ist ein Wappen mit einem Löwen abgebildet.

Webinar-Reihe zu den Jahrestagen 2023

2023 jähren sich die Proteste in der Berliner Rosenstraße und der Beginn der Deportationen der Sinti und Roma aus Deutschland nach Auschwitz zum 80. Mal; der Boykott von Geschäften jüdischer Inhaber*innen jährt sich zum 90. Mal. Die Abteilung Bildung und Forschung hat dazu im ersten Halbjahr eine Webinar-Reihe veranstaltet…

Der Text in der Grafik lautet: „AUSGRENZUNG, DEPORTATION UND WIDERSTAND ALS THEMEN IN DER HISTORISCH-POLITISCHEN BILDUNG“.

#Antisemitismus: Werkstattaustellung "Skandal oder Normalität?"

Seit Januar 2023 entsteht in unserem Flur im 1. Stock nach und nach eine Ausstellung zum Thema Antisemitismus seit 1945: Jeden Monat erinnern wir mit einem Plakat an einen antisemitisch motivierten Angriff aus den vergangenen sieben Jahrzehnten. Auf diese Weise werden sowohl die Kontinuität von Judenhass in Deutschland als auch die verschiedenen Erscheinungsformen von Antisemitismus deutlich...

Eine Wand mit mehreren Informationen, die durch orangefarbene Rahmen hervorgehoben sind. Es gibt auch bunte Notizzettel in verschiedenen Farben, die zusätzliche Hinweise oder Themen ansprechen. Die Texte behandeln verschiedene Jubiläen und relevante Themen. Die Präsentation ist übersichtlich und strukturiert.
© GHWK Berlin

Gemeinsam Antisemitismus stoppen

Unsere Gedenk- und Bildungsstätte gehört zu den Unterstützer*innen der „Bildungs- und Aktionswochen gegen Antisemitismus“, die in diesem Jahr 20 Jahre alt werden. Nikolas Lelle von der Amadeu Antonio Stiftung hat für uns einen Blick in die Vergangenheit und die Zukunft dieser Aktion geworfen...

Plakat mit dem Text: „Was Israel da macht, ist doch das Gleiche wie damals bei … STOPP! Israel mit dem Nationalsozialismus gleichsetzen – so viel mehr als nur verkehrt.“ Ein Hinweis zur Website gegen Antisemitismus ist ebenfalls enthalten.

Kujaus Hitler und die Wannsee-Konferenz

Der „Stern“ kündigte 1983 an, im Besitz von Hitlers Tagebüchern zu sein. Der Chefredakteur schrieb dazu im Editorial: „Die Geschichte des Dritten Reiches muss teilweise umgeschrieben werden.“ Was damit eigentlich gemeint ist, hat jetzt der NDR herausgefunden, der den Original-Text der gefälschten Tagebücher online gestellt hat. Auch die Wannsee-Konferenz spielt darin eine kuriose Rolle...

Das Bild zeigt ein Buch mit dem Titel "Die echten falschen »Hitler-Tagebücher«". Es ist herausgegeben von John Goetz und enthält einen Vorwort sowie eine Einleitung. Das Buch steht auf einem Regal, umgeben von weiteren Büchern.
© GHWK Berlin

"Wer schreibt Geschichte und warum?"

Im Februar waren Multiplikator*innen aus verschiedenen israelischen Gedenkstätten für eine einwöchige Fortbildung unter dem Motto „Wer schreibt Geschichte und warum? Historikerstreit 2.0, ‚konkurrierende‘ Erinnerungen und der Diskurs über den Holocaust im heutigen Deutschland“ bei uns zu Gast. Wir haben sie gebeten, uns hier von ihren Eindrücken zu erzählen...

Eine Gruppe von Personen sitzt an einem Tisch und hört einem Referenten zu, der mit Gesten Informationen präsentiert. An der Wand hinter ihnen hängen verschiedene Plakate und Diagramme. Es herrscht eine kreative und kollaborative Atmosphäre in einem Besprechungsraum.
© GHWK Berlin, Aya Zarfati

Newsletter 1/2023 – Jahresthema 2023: Antisemitismus vor, während und nach der Shoah

Editorial

Unsere Direktorin Deborah Hartmann schaut nach vorn: Für 2023 haben wir uns zum ersten Mal ein Jahresthema gewählt. Im Gedenkjahr an 90 Jahre Machtübergabe wollen wir uns vor allem mit Antisemitismus beschäftigen…

Auf einem Tisch liegt ein schwarzer Kugelschreiber neben einem weißen Blatt Papier, auf dem der Text "GEDENK- UND BILDUNGSSTÄTTE HAUS DER WANNSEE-KONFERENZ" gedruckt ist. Der Hintergrund des Bildes ist dunkel.
© GHWK Berlin, Franziska Thole

81. Jahrestag der "Wannsee-Konferenz", 19. Januar 2023

"...und die ganze Welt zu alarmieren". Widerstand und Selbstbehauptung von Jüdinnen und Juden im Angesicht der Shoah - Programm und Anmeldung zu unserer Jahrestags-Veranstaltung am 19. Januar 2023, 18-21 Uhr, online und vor Ort, finden Sie hier!

Veranstaltung zum 81. Jahrestag der Wannsee-Konferenz, die am 20. Januar 1942 stattfand. Das Thema befasst sich mit dem jüdischen Widerstand und dem Selbstbehauptungswillen angesichts der Shoah. Der Fokus liegt auf der Notwendigkeit, die Welt zu alarmieren.

Chotzen – Bilder nach der Erinnerung

Noch bis zum 26.3. ist in der „Villa Oppenheim“ in Charlottenburg eine Ausstellung der israelischen Künstlerin Inbar Chotzen zu sehen, zu der wir einen kleinen historischen Überblick aus dem Nachlass der Familie Chotzen beigesteuert haben…

Eine alte Postkarte aus dem Jahr 1941 zeigt eine stilisierte Abbildung des Brandenburger Tors, mit einer Person, die links zu sehen ist. Über dem Tor steht eine Statue mit einem Lautsprecher. Die Rückseite enthält handschriftliche Notizen und Adressinformationen.
© Inbar Chotzen

Das Projekt „Antisemitismus und Jugend“

Unser neuer Kollege Lucas Frings stellt sein Projekt „Antisemitismus und Jugend“ vor, das die Gedenk- und Bildungsstätte noch bis 2024 in Kooperation mit der Universität Duisburg-Essen durchführt…

Bildbeschreibung: Der Flyer zum Fachtag im Haus der Wannsee-Konferenz trägt den Titel „Es ist wichtig, dass man daraus lernt“. Darunter steht „Kritische Reflexionen zur Bildung gegen Antisemitismus“ und das Datum, 13. November 2022.
© GHWK Berlin, Till Gathmann

Lesung zur Bücherverbrennung

2023 jähren sich die nationalsozialistischen Bücherverbrennungen zum 90. Mal. Wir werden aus diesem Anlass zum sechsten Mal eine Lesung zur Bücherverbrennung veranstalten – allerdings in neuer Besetzung…

Text auf schwarzem Hintergrund: "Lesung zur Bücherverbrennung 2023 – Antisemitismus".
© GHWK Berlin, Christine Kitta

Termine

Was haben wir im Gedenkjahr 2023 vor? Veranstaltungshinweise und weitere Termine für die erste Jahreshälfte in und mit unserem Haus finden Sie hier…

Ein offenes Kalenderbuch zeigt die Monate Januar bis Juni 2023. Die Seiten sind leer mit Kästchen für jeden Tag, bereit für Eintragungen. Ein Kugelschreiber liegt auf den Seiten.
© GHWK Berlin, Jennifer Heidtke

Newsletter I/2021 - Das Making of zur 3. Dauerausstellung

Einleitung

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde, die Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz belebt ihren Newsletter neu. In dieser Ausgabe blicken wir auf die Entstehung unserer Dauerausstellung zurück.

Auf einem Tisch liegt ein schwarzer Kugelschreiber neben einem weißen Blatt Papier, auf dem der Text "GEDENK- UND BILDUNGSSTÄTTE HAUS DER WANNSEE-KONFERENZ" gedruckt ist. Der Hintergrund des Bildes ist dunkel.
© GHWK Berlin, Franziska Thole

Making-of-Publikation erschienen

Das Buch zum Newsletter erhalten Sie bei uns im Haus zum Sonderpreis - sowie auf Bestellung im Buchhandel, beim Metropol-Verlag oder von uns.

Eine Reihe von Bücher mit dem Titel "Design für alle. Standard? Experiment? Notwendigkeit?!" steht auf einem Tisch. Im Hintergrund ist ein Gebäudeplan zu sehen. Die Bücher sind ordentlich gestapelt und die Vorderseite eines Buches ist sichtbar.
© GHWK Berlin, Franziska Thole

Pädagogische Standards und kuratorische Regeln

Dr. Elke Gryglewski, ehemalige kommissarische Direktorin unseres Hauses und im Leitungsteam Neue Dauerausstellung, über die Synthese grundlegender Parameter der neuen Dauerausstellung

Ein aufmerksames Exponat, das eine offene Dokumentation zeigt. Sie enthält grafische Darstellungen und Text, die verschiedene Ministerien und deren Funktionen skizzieren, um einen Überblick über die organisatorische Struktur zu geben.
© GHWK Berlin

Kuratorische Herausforderungen

Unsere Kuratorinnen Babette Quinkert und Katharina Zeiher über ihre Arbeit an der Ausstellung „Die Besprechung am Wannsee und der Mord an den europäischen Jüdinnen und Juden“

Zwei Personen stehen in einem Ausstellungsraum und betrachten eine Informationswand mit Fotografien und Texten. Die Wand zeigt eine Familiengeschichte oder Stammbaum. Im Vordergrund ist ein Diagramm zu sehen, das Informationen strukturiert darstellt.
© GHWK Berlin, Thomas Bruns

Hintergrundgespräche 1 - Wessen Blick?

In unserem ersten Hintergrundgespräch werden Besucher*innen- und Pressereaktionen aufgegriffen, gedenkstättenpädagogische Standards befragt und Handlungsempfehlungen für künftige Projekte formuliert.

Eine Person steht vor einer Ausstellungstafel, die Dokumente und Bilder zum Thema Verfolgung und Mord zeigt. Im Hintergrund sind informative Texte zu den Themen Deportation und Zwangsarbeit zu sehen. Ein Bildschirm ist eingebaut, um weitere Informationen zu präsentieren.
© GHWK Berlin, Thomas Bruns

Hintergrundgespräche 2 - Zum Sprachstil

“Reduziert, verständlich und historisch korrekt?” - In unserem zweiten Hintergrundgespräch geht es um das Spannungsfeld, die (auch sprachliche) Komplexität des historischen Geschehens in möglichst publikumsgerechter Sprache zu vermitteln.

Zwei Personen stehen in einem Ausstellungsraum vor einer Wand mit Informationsbeschreibungen. In der Mitte des Bildes befindet sich ein großes Play-Symbol, das auf ein Video oder eine interaktive Präsentation hinweist. Die Menschen scheinen sich mit der Ausstellung auseinanderzusetzen.
© GHWK Berlin, Thomas Bruns

Expert*innen in eigener Sache

„Das war wie etwas sehen, was andere nicht sehen können.“ Unsere Fokusgruppe, zehn Personen als Repräsentant*innen der Felder Sehen, Hören, Bewegen, Verstehen und Empfinden aus Verbänden von Menschen mit Einschränkungen, berichtet über ihre Mitwirkung – von Anfang an.

Eine Gruppe von Personen sitzt an Tischen in einem Besprechungsraum. Einige Teilnehmer sprechen miteinander, während andere Notizen machen. Im Hintergrund hängen Bilder und Daten von 1937 bis 1946 an der Wand, die einen historischen Kontext vermitteln.
© GHWK Berlin

Hintergrundgespräche 3 - Inklusive Denkmäler?

In unserem dritten Hintergrundgespräch stellen wir die Frage, ob und wie sich die Planung und Umsetzung einer auf Inklusion und Barrierefreiheit achtenden neuen Dauerausstellung mit den Grenzen des Denkmalschutzes verträgt.

Ein Ausstellungsraum mit dunkler Wandfarbe. Auf der linken Seite sind Informationen auf einem Tisch und an den Wänden befinden sich tapetenartige Muster. In der Mitte ist ein Play-Symbol, das auf ein interaktives Element hinweist. Rechts stehen Informationswände mit Texten.
© GHWK Berlin, Thomas Bruns