Bei Anruf Kultur

“Bei Anruf Kultur” bringt die Führungen aus unserer Gedenk- und Bildungsstätte auf unkomplizierte Weise mit dem Telefon zu Ihnen nach Hause. Thema heute: Joseph Wulfs Kampf um ein Dokumentationszentrum im Haus der Wannsee-Konferenz

 

Joseph Wulf war jüdischer Widerstandskämpfer und Auschwitz-Überlebender. Nach dem Krieg lebte er erst in Polen, dann in Paris und ab 1952 schließlich in Berlin. Er veröffentlichte in Deutschland die ersten umfangreichen Untersuchungen zur NS-Herrschaft und zur Ermordung der jüdischen Bevölkerung Europas. 

1965 forderte Wulf die Einrichtung eines "Internationalen Dokumentationszentrums zur Erforschung des Nationalsozialismus und seiner Folgeerscheinungen" in der Villa, in der am 20. Januar 1942 die sogenannte Wannsee-Konferenz stattgefunden hatte. Für dieses Vorhaben gründete er im Jahr darauf einen Verein und fand weltweit prominente Unterstützer, der West-Berliner Senat war jedoch nicht bereit, das Gebäude freizugeben. Nach jahrelangen ergebnislosen Verhandlungen löste sich der Verein schließlich im März 1973 auf. 

Erst lange nach seinem Tod wurde sein Wunsch Realität und 1992 wurde die Gedenkstätte Haus der Wannsee-Konferenz eröffnet.

Guide: Elisabeth Kahnt

Wann?

Mittwoch, 18. März 2026, 16.30 - 17.30 Uhr

Wo?

An Ihrem Telefon, nicht vor Ort in der Gedenk- und Bildungsstätte!

Wie?

Kostenlos am Telefon, herzlich willkommen: Melden Sie sich über die Webseite “Bei Anruf Kultur” an, indem Sie auf den Anmelden-Button klicken. Alternativ können Sie uns auch anrufen: (040) 209 404 36

Sie erhalten gleich nach Ihrer Anmeldung per E-Mail eine Festnetznummer für die Einwahl. Bitte kontrollieren Sie auch Ihren Spam-Ordner. Die erhaltene Telefonnummer wählen Sie am Veranstaltungstag etwa 2 bis 3 Minuten vor Beginn.