Geschichtsunterricht und Gedenkstättenarbeit unter Druck
Eine Ortsbestimmung in autoritären Zeiten. Öffentliche Podiumsdiskussion mit unserer Direktorin Deborah Hartmann, im Rahmen der Tagung "Unsichere Zeiten - Geschichtsdidaktik in der Demokratie", Universität Bielefeld
Das Thema der Podiumsdiskussion, historisch-politische Bildung in “entsicherten Zeiten” (Heitmeyer 2018), erkennt in den hohen Zustimmungswerten zu geschichtsrevisionistischen, autoritären und rechtsextremen Positionen aktuelle Herausforderungen der historisch-politischen Bildung. Insbesondere der Geschichtsunterricht und die Gedenkstätten stehen zukünftig unter einem steigenden doppelten Rechtfertigungsdruck – einerseits wird ihre Praxis von autoritären Akteur*innen immer stärker infrage gestellt, andererseits wird ihre Effektivität in der Auseinandersetzung mit dem Autoritarismus zunehmend eingefordert. Die Sektion möchte diese doppelte Herausforderung diskutieren und als geschichtsdidaktisches Handlungsfeld positionieren. Der Einstieg erfolgt anhand von Keynotes aus der Praxis der Gedenkstättenarbeit sowie des Geschichtsunterrichts. Dabei artikulieren eine Lehrkraft, eine Gedenkstättenpädagogin sowie ein*e Schüler*in ihre jeweilige Perspektive. Anschließend soll das Sektionsthema auf einem Panel diskutiert werden. Dort werden Positionen aus der Rechtsextremismusforschung, der wissenschaftlich verfassten Geschichtsdidaktik, der Geschichtslehrer*innenschaft sowie der Gedenkstättenarbeit in einen Austausch gebracht.
Beiträge
- Deborah Hartmann (Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz, Direktorin)
- Prof. Dr. Christian Kuchler (Universität Augsburg, Didaktik der Geschichte)
- Nico Makros (Universität Bielefeld, Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung, Wissenschaftlicher Mitarbeiter)
- Dr. Frank Schweppenstette (Verband der Geschichtslehrerinnen und -lehrer Deutschlands e. V., Bundesvorstand)
Moderation
- Prof. Dr. Meik Zülsdorf-Kersting und Liam Harrold (Leibniz Universität Hannover, Didaktik der Geschichte)
Die öffentliche Podiumsdiskussion in der Wissenswerkstadt Bielefeld (Wilhelmstraße 3, 33602 Bielefeld) findet statt im Rahmen der Zweijahrestagung Konferenz für Geschichtsdidaktik 2026 Bielefeld: Unsichere Zeiten - Geschichtsdidaktik in der Demokratie. Mehr Informationen zur Zweijahrestagung unten im Link.
- Wo?
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Wissenswerkstadt Bielefeld, Wilhelmstraße 3, 33602 Bielefeld
- Wann?
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Mittwoch, 30. September 2026, 18 Uhr
- Wie?
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Kostenfrei, willkommen! Die Podiumsdiskussion ist Teil der Tagung “Unsichere Zeiten - Geschichtsdidaktik in der Demokratie” und für alle Interessierten offen.
Sie können sich per Mail an die Wissenswerkstadt für den Abend anmelden (hallo[at]wissenswerkstadt.de), aber auch ohne Anmeldung dazukommen.