Neue Dauerausstellung in einem „Design für Alle“

Ein Pilotprojekt


Seit Anfang 2017 arbeitet die Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz an einer neuen barrierefreien Dauerausstellung in einem „Design für Alle“. Hierbei handelt es sich um ein Pilotprojekt. Gemeinsam mit Menschen mit Einschränkungen, die unterschiedliche Behindertenverbände repräsentieren, zwei externen Beraterinnen zur Barrierefreiheit und mit der wissenschaftlichen Begleitung durch den internationalen Beirat der Gedenkstätte erarbeitet ein Team aus fünf Kuratorinnen und Kuratoren unter Leitung des Direktors der Gedenkstätte Dr. Hans-Christian Jasch und seiner Stellvertreterin, der Leiterin der Bildungsabteilung, Frau Dr. Elke Gryglewski eine neue Dauerausstellung. Die Eröffnung der neuen Dauerausstellung ist für das Jahr 2020 geplant. Die Ausstellung soll mehrere Sinne ansprechen und den veränderten Lern- und Mediengewohnheiten, Migrationsentwicklungen aber auch demographischen Prozessen Rechnungen tragen.

Diese Ausstellung folgt daher einem „Design für Alle“, durch das sichergestellt werden soll, dass die Ausstellung auch für Besuchergruppen zugänglicher wird, die bisher nicht angesprochen oder aufgrund der Ausstellungsarchitektur und Auswahl der Exponate ausgeschlossen wurden. Ferner soll die Ausstellung dem immer diverseren Besucherpublikum des Hauses besser Rechnung tragen. Für das Design der Ausstellung konnte in einem geschlossenen Teilnahmewettbewerb das Gestaltungsbüro Franke|Steinert, gewonnen werden.

Das Projekt wird mit Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), dem Ressort von Dr. Monika Grütters, und der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin finanziert Erkenntnisse aus dem Erarbeitungsprozess – von Fallstricken bis zu best practise Beispielen – auch im Sinne der Synergieentwicklung für andere Einrichtungen dokumentiert und für ein „Making of“ veröffentlicht werden.

David Zolldan
[19.09.2018]