Veranstaltungen

bis 31. Oktober 2018

Berliner Bibliotheken im Nationalsozialismus
Eine Sonderausstellung anlässlich der Bücherverbrennungen vor 85 Jahren.

Die Ausstellung nimmt exemplarisch sieben ganz unterschiedliche Berliner Bibliotheken in den Blick:

  • Welche Sammlungen wurden von den Nationalsozialisten zerschlagen, welche Einrichtungen geschlossen?
  • Was geschah mit verbotener Literatur in Volksbüchereien und wie ging man in wissenschaftlichen Bibliotheken damit um?
  • Welche Wege nahm das Raubgut von Verfolgten, wer hat davon profitiert?

Auch die Ausgrenzung von Nutzerinnen und Nutzern sowie die Entlassung und Diskriminierung von Bibliothekspersonal kommen zur Sprache.

  • Geöffnet täglich 10:00 - 18:00 Uhr im 1. OG der Gedenkstätte
  • Eintritt frei

03. Oktober 2018 - 9:30 - 18:00 Uhr - Symposium

Anti-Jewish Legislation in Europe (1933-1945): Nazi Germany, Vichy France and Fascist Italy, a Comparative Approach
Le leggi contro gli ebrei in Europa (1933-1945): la Germania nazista, la Francia di Vichy e l’Italia fascista, uno sguardo comparato

In 1938 the Fascist government of Benito Mussolini decided to adopt laws against the Jews aimed at isolating them from the rest of society, depriving them of their basic rights and pushing them to leave the country. These measures were preceded by an intense two year propaganda that had sown the seeds of hatred against a Jewish minority, which had existed for two millenniums in Italy and had been fully emancipated by the Risorgimento.
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• Programm

Ort: Rimini, Sala del Giudizio Museo della Città
Veranstalter [u.a.]: Comune di Rimini, Mémorial de la Shoah, Istituto per la Storia della Resistenza e dell'Italia Contemporanea della Provincia di Rimini und Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz.


09. Oktober 2018 - 18:00 Uhr 
Rotes Rathaus, Jüdenstr. 1, 10178 Berlin

Vorstellung pädagogischer Materialien zu "Flucht und Migration"

Vor dem Hintergrund der anhaltenden gesellschaftlichen Debatte um Migration und Flucht haben die Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz und das Anne Frank Zentrum mit Förderung der Senatsverwaltung für Kultur und Europa pädagogische Materialien entwickelt.



Diese Materialien sollen zur Reflexion historischer und gegenwärtiger Fluchtkontexte anregen und über individuelle Biografien die Komplexität von Flucht und Ankommen in einem neuen Lebensumfeld aufzeigen. Sie richten sich an unterschiedliche Zielgruppen und können im schulischen und außerschulischen Zusammenhang genutzt werden.
 
Programm
Grußwort:
Dr. Klaus Lederer, Senator für Kultur und Europa
Grußworte:
Dr. Hans-Christian Jasch, Direktor, Haus der Wannsee-Konferenz
Patrick Siegele, Direktor, Anne Frank Zentrum
 
Vorstellung der Materialien:

  • „Passagen, Brüche, Perspektiven. Flucht historisch denken lernen“ durch Dr. Elke Gryglewski, Cornelia Siebeck.
  • „Flucht im Lebenslauf. Biografisches Lernen mit Jugendlichen“ durch Bianca Ely

Im Anschluss an die Präsentationen laden wir Sie herzlich zu Gesprächen ein.
Wir bitten um Anmeldung unter bildung[at]ghwk.de.


18. Oktober 2018 - 12:00 Uhr 
Mahnmal »Gleis 17«, S-Bahnhof Grunewald, 14193 Berlin

» … abgeholt!«
Gedenken an den Beginn der nationalsozialistischen Deportationen von Juden aus Berlin vor 77 Jahren

Am 18. Oktober 1941, vor 77 Jahren, verließ der erste Berliner »Osttransport« mit mehr als 1.000 jüdischen Kindern, Frauen und Männern den Bahnhof Grunewald in Richtung Litzmannstadt (Łódz). Ab 1942 fuhren Deportationszüge auch vom Anhalter Bahnhof und vom Güterbahnhof Moabit ab. ´

Ziele der Transporte waren Ghettos, Konzentrations- und Vernichtungslager in Minsk, Kowno, Riga, Piaski, Warschau, Theresienstadt, Sobibor, Rasik, Auschwitz und Sachsenhausen. Mit dem ersten Transport wurden auch Adolf und Johanna Windmüller, geb. Visser, verschleppt. Sie stammten ursprünglich aus Emden (Ostfriesland) und betrieben dort eine Fleischerei. Adolf Windmüller wurde nach der antijüdischen Gewalt im November 1938 einen Monat im KZ Sachsenhausen festgehalten. Im Februar 1940 wurden die Windmüllers aus Emden ausgewiesen und mussten in ein »Judenhaus« in der Berliner Tauentzienstraße 6 ziehen. Von hier aus wurden sie abgeholt und am 8. Mai 1942, Johanna Windmüllers 58. Geburtstag, in Kulmhof (Chełmno) ermordet. Insgesamt wurden bis zu sechs Millionen Kinder, Frauen und Männer Opfer des nationalsozialistischen Völkermordes an den Juden Europas, darunter mehr als 50.000 aus Berlin.

PROGRAMM

  • Begrüßung Prof. Dr. Johannes Tuchel, Vorsitzender der Ständigen Konferenz der Leiter der NS-Gedenkorte im Berliner Raum 2018 und Leiter der Gedenkstätte Deutscher Widerstand
  • Grußworte Dr. Hans-Peter Friedrich, Vizepräsident des Deutschen Bundestages
  • Sawsan Chebli, Bevollmächtigte des Landes Berlin beim Bund und Staatssekretärin für Bürgerschaftliches Engagement und Internationales (angefragt)
  • Gedenkrede Vera Friedländer (*1928), Germanistin und Schriftstellerin
  • Beiträge von Berliner Schülerinnen und Schülern des John-Lennon-Gymnasiums Berlin-Mitte zu Biografien von Deportierten
  • Musikalische Umrahmung durch die Saxophonistin Almut Schlichting

Am Ende der Veranstaltung werden weiße Rosen am Bahnsteig niedergelegt. Bitte bringen auch Sie eine mit! Herzlichen Dank.


19. Oktober 2018  -  15:00 Uhr  -  Eintritt frei

Auf den Spuren der italienischen Partisanen

Im Juni dieses Jahres fand das Kooperationsprojekt "Widerstand und Zivilcourage in Vergangenheit und Gegenwart - Auf den Spuren der italienischen Partisanen" der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz, des Schiller-Gymnasiums Berlin-Charlottenburg, des Deportationsmuseums Prato und des Istoreco Reggio Emilia statt.

Während der 10-tägigen Reise durch Italien besuchten die Berliner Schülerinnen und Schüler Gedenkstätten und historische Orte und nahmen an Zeitzeugengesprächen und Gedenkveranstaltungen teil. Dabei entstand ein 29-minütiger Dokumentarfilm, der nun der Öffentlichkeit vorgestellt werden soll. Anlass des Projekts ist der Beginn der deutschen Besatzung in Italien vor 75 Jahren.

Nach der Vorführung werden der Filmemacher Chris Dillig und die beteiligten Jugendlichen für ein Gespräch zur Verfügung stehen.

Ort: Kino Filmkunst 66, Bleibtreustraße 12, 10623 Berlin
• Eintritt frei


07.-09. November 2018

Die langen Schatten der Vergangenheit - Das Bundesministerium der Justiz in der NS-Zeit

Als das Bundesministerium der Justiz Ende der 40er Jahre seine Arbeit aufnahm, kam es zu erheblichen personellen und politischen Verflechtungen mit dem Nationalsozialismus. So wurden Juristen, die zuvor im Reichsjustizministerium, bei Sondergerichten und als Wehrmachtsrichter tätig gewesen waren, auch im neugegründeten Bundesministerium der Justiz beschäftigt.

Eine Studie mit dem Namen „Die Akte Rosenburg“, genannt nach dem gleichnamigen Ort, der 1950 zum Dienstsitz des Justizministeriums wurde, untersucht die Rolle der Justiz in der NS-Zeit und in der Bundesrepublik, wobei das Hauptaugenmerk auf die personellen Kontinuitäten der Mitarbeiter dieser Behörde und ihrer Karrieren vor und nach 1945 gerichtet ist.

Im Rahmen der Konferenz wird der Einfluss alter NS-Eliten auf Gesetzgebung und Rechtsprechung in der deutschen Nachkriegszeit dargestellt und eingeordnet.

Ort: Zentralrat der Juden in Deutschland, Leo-Baeck-Haus, Tucholskystr. 9 · 10117 Berlin

• Programm


08. November 2018 - 18:00 Uhr

Zeitzeugingespräch mit Anita Lasker-Wallfisch, Überlebende des Mädchenorchesters von Auschwitz, und den Schülerinnen und Schülern des Schiller-Gymnasiums Berlin.

• Öffentliche Veranstaltung, • Eintritt frei
Ort: Schiller-Gymnasium Berlin, Schillerstr. 125, 10625 Berlin
Veranstalter: Haus der Wannsee-Konferenz


09. November 2018 - 18:00 Uhr

Vortrag anlässlich der Ausstellungseröffnung

Der Novemberpogrom 1938 in vergleichender Perspektive: Ausgrenzende Gewalt der Zwischenkriegszeit in Deutschland und der USA?

Alan Steinweis, Verfasser und Herausgeber von zahlreichen Büchern, ist Professor für Geschichte an der Universität von Vermont, Burlington, Vermont, USA. Er lehrt und forscht auf den Themengebieten Nationalsozialismus und Holocaust. Er hatte Gastprofessuren an den Universitäten von Heidelberg, Frankfurt und München inne. Im jetzigen Herbstsemester 2018 hat er das Ida Levine Senior Invitation Fellowship am U.S. Holocaust Memorial Museum in Washington inne.


Der Weg in den Abgrund. Das Jahr 1938

Eine Ausstellung der Ständigen Konferenz der Leiter der NS-Gedenkorte im Berliner Raum

Das Jahr 1938 stellt einen Scheitelpunkt in der nationalsozialistischen Terrorherrschaft seit 1933 dar: Mit dem »Anschluss« Österreichs im März und der Zerschlagung der Tschechoslowakei ab Herbst beginnt das Deutsche Reich, die infolge des Ersten Weltkrieges festgelegte Grenzordnung zu zerstören. Die »Aktion Arbeitsscheu Reich« im Sommer, die Abschiebung tausender polnischer Juden im Oktober und die staatlich organisierte Gewalt um den 9. November 1938 markieren eine neue Stufe der nationalsozialistischen Politik gegen Juden und Menschen, die nicht zur sogenannten Volksgemeinschaft gehören sollten.

Die Ausstellung der Ständigen Konferenz der Leiter der NS-Gedenkorte im Berliner Raum widmet sich auf 14 Tafeln den einschneidenden Geschehnissen des Jahres 1938, den Opfern sowie der damit verbundenen Erinnerungskultur. Die begleitende Broschüre ist kostenlos auf Deutsch und Englisch in den Institutionen der Ständigen Konferenz erhältlich.

Ausstellungsorte:

16.10.  ̶  31.10.2018
Gedenkstätte Deutscher Widerstand
Stauffenbergstraße 13 – 14 | 10785 Berlin | www.gdw-berlin.de

1.11.  ̶  28.2.2019
Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz
Am Großen Wannsee 56-58 | 14109 Berlin


Weitere Veranstaltungen zum Thema Holocaust/Shoah im Raum Berlin und Brandenburg finden Sie auf der Internetseite der Ständigen Konferenz der Leiter der NS-Orte im Berliner Raum.