20. Januar 1942. Was bleibt?

Die Besprechung am Wannsee in Geschichte und Gegenwart

Internationale und interdisziplinäre Tagung, Berlin, 19.-21. Januar 2022

© GHWK Berlin
Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz, Dauerausstellung

“In vielen anderen Gebäuden, in denen Gestapo-Dienststellen oder ähnliche Einrichtungen des Hitlerreiches untergebracht waren, geschahen abscheuliche Verbrechen – kein Haus hat aber wie dieses, in dem mit der Konferenz vom 20. Januar 1942 die Ausrottung des europäischen Judentums organisatorisch vorbereitet wurde, symbolischen und quasi exterritorialen Charakter erhalten.”

Joseph Wulf

80 Jahre nach der Besprechung am 20. Januar 1942 thematisiert die gemeinsam von der Alfred Landecker Foundation und dem Haus der Wannsee-Konferenz ausgerichtete Tagung die Relevanz der Wannsee-Konferenz für die Geschichte und das heutige Bewusstsein über die Shoah. Gemeinsam mit internationalen Expert*innen wird der historische Ort in seiner Bedeutung damals und heute in den Blick genommen und diskutiert, welche Rolle die »Wannsee-Konferenz« in Kultur, Bildung und Vermittlung spielt.

Informationen: Anmeldung zur Tagung

Alle Programmadressen und fortwährend aktualisierte Informationen zum Pandemieschutz erhalten Sie weiter unten.

Direkt zum Anmeldeformular

Mittwoch, 19. Januar 2022: dbb forum berlin / hybrid

ab 10:00 Uhr

Registrierung / ab 12 Uhr Imbiss

13:00 Uhr

Eröffnung

Deborah Hartmann, Direktorin der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz (GHWK)

Dr. Andreas Eberhardt, Geschäftsführer der Alfred Landecker Foundation

 

Grußworte

Claudia Roth, Staatsministerin für Kultur und Medien

Dr. Klaus Lederer, Senator für Kultur und Europa

13:30 Uhr

Eröffnungsvortrag:

 

Prof. Dr. Dr. h.c. Dan Diner, Alfred Landecker Foundation, Hebräische Universität Jerusalem

Die "Wannsee-Konferenz" - Über Bedeutung und Gedächtnis

14:15 Uhr

Kommentar / Reflexion:

 

Prof. Dr. Sybille Steinbacher, Fritz Bauer Institut, Goethe-Universität Frankfurt am Main:

Bürokratischer Völkermord, genozidale Gewalt und der Drang zum Vergleich

 

Prof. Dr. Norbert Frei, Friedrich-Schiller-Universität Jena:

Der Ort der Wannsee-Konferenz in der bundesdeutschen Geschichtsschreibung und Öffentlichkeit

15:00 Uhr

Diskussion

Moderation: Deborah Hartmann

15:30 Uhr

Pause

16:00 Uhr

Reflexionsräume in Kleingruppen

17:30 Uhr

Panel 1: Gedächtnisort „Wannsee“

Moderation: Steffen Jost, Alfred Landecker Foundation

 

Gespräch von Deidre Berger und Cilly Kugelmann, Beirat GHWK:

Über die Bedeutung eines Datums und eines Ortes: Jüdisches Gedächtnis und die Wannsee-Konferenz

 

Prof. Dr. Astrid Messerschmidt, Bergische Universität Wuppertal:

Zwischen Erinnerungsabwehr und Verantwortung - Geschichtsbeziehungen in der postnationalsozialistischen Gesellschaft

18:30 Uhr

Ende

 

Donnerstag, 20. Januar 2022: dbb forum berlin / hybrid

10:00 Uhr

Begrüßung und Einführung

Dr. Matthias Haß, stellvertretender Direktor der GHWK:

10:15 Uhr

Panel 2: Spuren der Wannsee-Konferenz in Literatur und Visueller Kultur

Moderation und Einführung: Dr. Tobias Ebbrecht-Hartmann, Hebräische Universität Jerusalem:

Symbolort und Ikone - Das kulturelle Nachleben der Wannsee-Konferenz

 

Fridolin Schley:

Lesung aus: Die Verteidigung

 

Yael Bartana und Shelley Harten:

Ausschnitte aus der Videoinstallation «Malka Germania»

 

Anschließendes Gespräch

11:30 Uhr

Reflexionsräume in Kleingruppen

12:30 Uhr

Gemeinsames Mittagsessen im dbb forum berlin

13:30 Uhr

Panel 3: Die Wannsee-Konferenz in Bildung und Vermittlung

Moderation: Dr. Noa Mkayton, Direktorin des International Education and Training Department, Yad Vashem

 

Tali Nates, Direktorin des Johannesburg Holocaust and Genocide Centre:

Bildung und Vermittlung zu Wannsee-Konferenz, Holocaust und Genozid in Afrika

 

Aya Zarfati und Deborah Hartmann, GHWK:

15 Männer - 90 Minuten - ein Protokoll: Relevanz und kritische Reflexion der Besprechung am Wannsee in der Vermittlungsarbeit

15:00 Uhr

Pause

15:30 Uhr

Berichte aus den Reflexionsräumen

Moderation: Deborah Hartmann, GHWK

16:30 Uhr

Camouflaging Antisemitism:

From Wannsee (1942) to London (2000) to Charlottesville (2017) – A Historian’s Personal Perspective

Prof. Dr. Deborah E. Lipstadt

17:30 Uhr

Diskussion

Moderation: Dr. Matthias Haß, GHWK

18:00 Uhr

Gemeinsames Abendessen im dbb forum berlin

20:00 Uhr

Filmvorführung in der Akademie der Künste:

Die Wannseekonferenz. Regie: Matti Geschonneck. Produktion: Constantin Film / ZDF, 2022

Grußwort: Prof. Jeanine Meerapfel, Präsidentin der Akademie der Künste

Anschließend: Publikumsgespräch mit Matti Geschonneck (Regisseur), Martin Moszkowicz (Vorstandsvorsitzender Constantin Film AG) und Deborah Hartmann (GHWK)

Moderation: Shelly Kupferberg

 

Freitag, 21. Januar 2022: Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz / nur digital

10:00 Uhr

Monika Sommerer, Leiterin der Joseph Wulf Bibliothek, GHWK:

Begrüßung und Einführung

10:15 Uhr

Dr. Christoph Kreutzmüller, GHWK:

30 Jahre im Spiegel von 3 Dauerausstellungen

Moderation und Gespräch: Prof. Dr. Peter Klein, Touro College Berlin

11:30 Uhr

Pause

11:45 Uhr

Podium: Gedenkstättenpädagogik und Digitalisierung

Moderation: Dr. Jakob Müller, GHWK

 

Dinesh Kumari Chenchanna, ZDF, Leiterin der Stabsstelle Neue digitale Partnerschaften in der Hauptredaktion Geschichte und Wissenschaft:

Virtual-Reality-Anwendung „Wannsee-Konferenz“

 

Flavia Citrigno und Dr. Christoph Kreutzmüller, GHWK / Antoni Zakrzewski, European Network Remembrance and Solidarity (ENRS):

Questioning Eichmann’s Numbers – in a European digital Project

 

Dr. Ruth Preusse, GHWK:

Interaktive Online-Ausstellung „An Unrecht erinnern“

12:45 Uhr

Break out rooms zu den drei digitalen Projekten

13:15 Uhr

Pause

14:00 Uhr

Eröffnung der Gartenausstellung „20. Januar 1942. Und heute?“

Moderation und Einführung: Dr. Ruth Preusse, GHWK:

 

Anschließendes Gespräch mit beteiligten Künstler*innen und Kurator*innen

Sharon Adler, Mathis EckelmannLeon KahaneShlomit LehaviTil Mette

15:00 Uhr

Worte zum Abschluss:

Deborah Hartmann, GHWK

Dr. Andreas Eberhardt, Alfred Landecker Foundation

15:30 Uhr

Ende der Tagung

 

Anmeldung, Veranstaltungsorte, Veranstaltungsstream, Pandemieschutz

Anmeldung:

Die Veranstaltung soll am 19./20. Januar 2022 im dbb forum berlin und am 20. Januar 2022 mit der Filmvorführung in der Akademie der Künste stattfinden. Die beiden Programmtage werden außerdem gestreamt - allen Interessierten ist also auch eine Teilnahme von zuhause aus möglich. Die Teilnahme vor Ort und der Stream ist kostenfrei. Am 21. Januar 2022 wird die Tagung als reine Stream-Veranstaltung aus dem Haus der Wannsee-Konferenz fortgesetzt, ohne Publikum vor Ort.

Hier geht es zum Anmeldeformular.

Veranstaltungsorte:

Veranstaltungsstream:

Alle Programmteile sind auch im Stream verfügbar, auf Deutsch und Englisch. Über ein Zoom-Webinar ist eine aktive Teilnahme möglich. Die Veranstaltung wird mindestens eine Woche danach auf unserem Youtube-Kanal auf Deutsch und Englisch verfügbar sein.

Pandemieschutz:

Wenn die Tagung wie geplant vor Ort stattfinden kann (dbb forum berlin, Akademie der Künste, 19./20. Januar), werden alle Teilnehmenden geimpft oder genesen und zusätzlich getestet sein sowie FFP2-Masken tragen ("2G plus"). Darüber hinaus veröffentlichen wir an dieser Stelle am 7. Januar unser Hygienekonzept, das wir ständig den Gegebenheiten anpassen.