"…und die ganze Welt zu alarmieren"

Widerstand und Selbstbehauptung von Jüdinnen und Juden im Angesicht der Shoah: Am 19. Januar 2023 waren wir aus Anlass des des 81. Jahrestages der Besprechung am Wannsee (20. Januar 1942) zu Gast im Veranstaltungssaal der Jüdischen Gemeinde zu Berlin in der Oranienburger Straße. Hier dokumentieren wir die Vorträge in der Videoaufzeichnung (mit Gebärdensprache).

Der Textausschnitt zeigt die Worte: „...und die ganze Welt zu alarmieren“. Dies deutet auf einen dringenden Appell hin, die Aufmerksamkeit auf eine wichtige Angelegenheit zu lenken. Der Kontext ist nicht vollständig erkennbar, aber das Zitat vermittelt ein Gefühl der Dringlichkeit und Warnung.
© GHWK Berlin, Collage

Skandal oder Normalität?

Antisemitismus in Deutschland 90 Jahre nach der Machtübergabe an die Nationalsozialisten: Im Gedenkjahr 2023 wollen wir als Gedenk- und Bildungsstätte auf die Geschichte und Gegenwart des Antisemitismus in Deutschland aufmerksam machen.

Der Text in der Grafik fragt: „Skandal oder Normalität?“. Er regt zur Reflexion über gesellschaftliche Themen und deren Wahrnehmung an.

Holocaust-Gedenktag: Was wollen wir in Zukunft erinnern?

Folgt man den aktuellen Diskussionen, so besteht scheinbar ein Kausalzusammenhang zwischen dem Sterben der Überlebenden und einer nachkommenden Generation, bei der das Interesse und die Empathie den Ermordeten und Überlebenden der Shoah gegenüber mit einem Schlag verschwindet.
Ich denke, wir machen es uns damit zu einfach. - Ein Kommentar unserer Direktorin Deborah Hartmann

Eine handgeschriebene Postkarte datiert vom 27. Mai 1941, adressiert an einen Herrn Verkäufer. Der Text beginnt mit einer Anrede und behandelt persönliche Angelegenheiten sowie Anfragen zu früheren Erlebnissen. Die Schrift ist in einer alten, geschwungenen Handschrift verfasst.
© GHWK Berlin, Deborah Hartmann

Workshops zu Deportationsfotos

  • Erinnerungspolitische Bildungsarbeit
  • Veranstaltungen

Im Rahmen des Bildungsangebots werden unterschiedliche Fragen aufgeworfen und ebenfalls die vorhandenen Leerstellen zu diesen aufgezeigt: Wer hat die Fotos mit welchem Ziel gemacht? Wie ist die Reaktion der fotografierten Personen auf den Fotos? Was ist auf den Fotos nicht zu sehen? Und was wurde (bewusst) ausgelassen? Was konnte die fotografierende Person vielleicht auch gar nicht abbilden? Und was ist aus den fotografierten Personen geworden?

Eine Person steht vor einer Gruppe Zuhörer und präsentiert Informationen. An der Wand sind visuelle Elemente wie bunte Kreise und Bilder angebracht, die das Thema der Präsentation unterstützen. Die Anwesenden sitzen auf Stühlen und schauen aufmerksam in Richtung der Präsentierenden.
© GHWK Berlin

Chotzen. Bilder nach der Erinnerung

  • Ausstellungen
  • Veranstaltungen

Am 28. September 2022 eröffneten wir in und mit der Villa Oppenheim (Museum Charlottenburg-Wilmersdorf) unsere Ausstellung zur Familie Chotzen. Die jüdische Familie war im Nationalsozialismus verfolgt, viele Familienmitglieder ermordet worden. Neben der Familiengeschichte steht die Kunst der Nachfahrin Inbar Chotzen im Mittelpunkt. Unsere Kuratorin Dr. Ruth Preusse begrüßte Inbar Chotzen, die zur Eröffnung mit ihrer Familie aus Israel angereist war.

Eine historische Postkarte aus dem Jahr 1941 zeigt das Brandenburger Tor, mit einer stilisierten Zeichnung eines Mannes, der davor steht. Die Postkarte enthält handschriftliche Notizen und eine Briefmarke.
© Inbar Chotzen